Neue Boote

Noch vielseitiger: neuer Corsair in beliebter Größe

Die Trimaran-Spezialisten in Vietnam zeigen erste Pläne für einen trailerbaren 29-Fußer. Der erste Corsair 880 kommt im Herbst nach Europa

Michael Good am 12.02.2019
Corsair 880
Corsair Marine

Die Werft in Ho Chi Minh City stellt damit einen aktuellen Nachfolger der erfolgreichen F-27-Serie (450 gebaute Boote) und vom Corsair 28 vor (300 gebaute Boote). Das Format um neun Meter Rumpflänge ist für Trimarane mit flexiblen Auslegern besonders attraktiv, weil bei einer maximaler Größe die Breite gerade noch auf ein straßentaugliches Maß von 2,50 Metern reduziert werden kann. Damit bringt sich der neue Corsair 880 insbesondere als aktuelles und spannendes Konkurrenzboot zum ebenfalls trailerbaren Dragonfly 28 aus Dänemark (Test in YACHT 14/2009) in Stellung. 

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Marken: Bei den Trimaranen von Corsair Marine werden die Seitenrümpfe über Scharniere in den Beams eingeklappt, dicht an oder sogar unter den Mittelrumpf – ein System, welches sich beim Test zahlreicher Corsair-Modelle bestens bewährt hat. Bei den Dragonflys werden die Schwimmer über eine ebenso ausgereifte Mechanik parallel zum Zentralrumpf nach hinten weggeschwenkt. 

Im Vergleich zu den Vorgänger- und Schwestermodellen kommt der Corsair 880 jetzt mit deutlich voluminöseren Seitenrümpfen und Bugen im Wavepiercer-Stil. Damit soll die Konstruktion von Perus Yacht Design mit mehr Auftrieb für stabilere Segeleigenschaften sorgen, gleichzeitig werden die Rümpfe besser durch die Wellen gehen. Das Schwert im zentralen Rumpf lässt sich komplett aufholen, und die Ruderanlage ist achtern nur angehängt. So ist es möglich, mit dem Corsair 880 direkt bis an den Strand zu fahren. Dazu liegt der Trimaran maximal tief auf dem Anhänger, was den Straßentransport erleichtert und auch das Ein- und Auswassern über die Rampe.

Corsair 880

Dank nur 2,50 Meter Breite und 1,6 Tonnen Gewicht lässt sich der Corsair 880 problemlos auf der Straße transportieren

Der Corsair 880 wird man in zwei Varianten bestellen können. Das Standardboot kommt mit einem rotierenden Mast aus Kohlefaser sowie mit Selbstwendefock, zudem wird ein Bugspriet aus Kohlefaser für einen Gennaker oder Code Zero angebaut. In der einfachen Ausführung wird der 880 rund 124.000 Euro kosten (gemäß aktuellem Umrechnungskurs zum US-Dollar, inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer). Die Variante Sport sieht ein fast zwei Meter höheres Rigg (ebenfalls aus Carbon) mit deutlich mehr Segelfläche vor, dazu wird das Boot mit einer kurz überlappenden Genua ausgestattet. Und der Bugspriet wird ebenfalls länger sein, was den Einsatz von noch größeren und leistungsstärkeren Zusatzsegeln erlaubt. Die sportliche Ausführung des Corsairs 880 wird für einen Preis von rund 140.000 Euro angekündigt.

Im Salon wird sich der Tisch absenken und zusammen mit dem Sofa auf der Backbordseite in eine Doppelkoje verwandeln lassen. Zwei Personen können darüber hinaus im Vorschiff schlafen, und achtern ist eine weitere Einzelkoje unter dem Cockpitboden eingebaut. Ein kleines Küchenmodul sowie eine abgetrennte Nasszelle sorgen für Tourentauglichkeit.  

Fotostrecke: Corsair 880

Bei der Werft in Vietnam wird offenbar bereits am Prototyp für den neuen Corsair 880 gearbeitet. Das erste Schiff soll dann im Herbst 2019 nach Europa kommen. Die Erstvorstellung findet im Januar 2020 auf der Messe boot in Düsseldorf statt. 

Technische Daten Corsair 880
Lüa (Rumpflänge) 8,80 m
Breite (segelklar) 6,60 m
Breite (Schwimmer eingeklappt) 2,50 m
Tiefgang (minimal, ohne Schwert) 0,45 m
Gewicht  1,66 t
Masthöhe über Wasserlinie  12,0 / 13,8 m
Großsegel  33,9 / 38,2 qm
Fock / Genua  17,6 / 24,6 qm

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Michael Good am 12.02.2019

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