Yachting Festival
Neustart der internationalen Bootsmessen in Cannes

Nach der Absage aller großen Yachtmessen seit der boot 2020 soll es morgen wieder losgehen – begleitet von viel Zuversicht, aber auch Ungewissheit

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 06.09.2021
Fast alle da – der gut gefüllte Messehafen für Segelboote in Port Canto Fast alle da – der gut gefüllte Messehafen für Segelboote in Port Canto Fast alle da – der gut gefüllte Messehafen für Segelboote in Port Canto

YACHT/J. Rieker Fast alle da – der gut gefüllte Messehafen für Segelboote in Port Canto

Morgen um 10 Uhr beginnt das Yachting Festival in Cannes, die bedeutendste In-Water-Bootsmesse der Welt. Nach der kurzfristigen Absage im Vorjahr und dem Ausfall nahezu aller anderen hochrangigen Veranstaltungen dieser Art seit Frühjahr 2020 ist es eine wichtige Wendemarke. Und auch wenn noch unklar ist, wie gut das Stelldichein der Branche besucht werden wird, wie viele internationale Medienvertreter und Gäste dafür an die Côte d’Azur reisen werden: Die Bootsbauer und Ausrüster sind in großer Zahl da.

Von Amel bis X-Yachts reicht die Liste der Aussteller, deren Flaggen im weiten Rund von Port Canto knattern. Auch deutsche Werften sind hier: Bavaria und Hanseyachts stellen in Port Canto aus, ebenso ihre Katamaranmarken Privilege und Nautitech. Und aus Greifswald ist Michael Schmidts Y Yachts mit zwei Modellen in der Riege der Edlen und Exklusiven vertreten. Insgesamt liegen mehr als 130 Yachten dicht an dicht. Und es fehlt nicht an interessanten Premieren.

Ein gutes Dutzend zählten wir heute beim ersten Rundgang an den noch nicht freigegebenen Piers, darunter die Italia 14.98, der IC 36 von Independent Catamarans, die J 45, die Jeanneau Yachts 60, Swan 54, Solaris 60, und bei den Kats der Tanna 47 von Fountaine Pajot, der Lagoon 55, Outremer 55 und Windelo 50.

Zwar ist das Segment unter zwölf Meter insgesamt unterrepräsentiert. Und wenn man sie im Schatten von 58-Fuß-Kats oder 90-Fuß-Superyachten doch findet, wirken sie fast anrührend zwergenhaft. Cannes war schon immer eine Messe für die größeren Einheiten. Aber das macht – neben dem Flair der Croisette – auch den Reiz aus.

Wie gut das Yachting Festival ankommt, ist die große Frage. Die Hersteller sind insgesamt so unsicher wie die Veranstalter. Aber es herrscht auch eine gewisse Lässigkeit, denn die Auftragsbücher sind wegen der Corona-Pandemie und der Wiederentdeckung von Booten als ideales Urlaubsdomizil voll. Dennoch wissen alle: Die Sonderkonjunktur wird nicht ewig halten. Wohl auch deshalb sind sie hier.

Die Messe läuft noch bis Sonntag und hat täglich ab 10 Uhr geöffnet. Zugangsvoraussetzung ist eine vollständige Impfung oder ein Negativ-PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.


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Themen: BootsmessenYachting Festival Cannes

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