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Neuheiten V: Dragonfly präsentiert neues Flaggschiff

Trimarane mit flexiblen Auslegern gibt es viele, allerdings nicht im XXL-Format. Der neue Dragonfly 40 steckt die oberen Grenzen ab. Weltpremiere in Düsseldorf

  • Michael Good
 • Publiziert am 22.01.2020
Dragonfly 40 Dragonfly 40 Dragonfly 40

YACHT/ Nils Günter Dragonfly 40

Dragonfly hat das große Segment um zwölf Meter Rumpflänge zuletzt mit dem 1200 bedient. Der Tri mit dem auffälligen Kajütaufbau über der Achterkabine wird aber schon seit 2005 nicht mehr gebaut. Jetzt stellt die Werft mit Sitz im dänischen Fredericia wieder ein neues Flaggschiff vor. Die auffälligsten Neuerungen: Das große Cockpit ist nach hinten offen und zeigt zwei Steuerräder. Das gab es auf dem Trimaran dieser Gattung bisher noch nie.

Dragonfly 40

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Dragonfly 40

Auch wird der Dragonfly 40 in zwei Ausführungen erhältlich sein, wobei sich diese Varianz lediglich auf die Höhe des Riggs beschränkt. Die Version "Touring" richtet sich an Segler die zwar schnell, aber gleichzeitig auch sicher und eher gemütlich unterwegs sein wollen. Für sie wird das Boot ab Werft mit einer Selbstwendefock ausgestattet. Bei der Ausführung "Ultimate" ist der Mast zwei Meter höher, und die Segelfläche mit einer kurz überlappenden Genua fällt etwa 30 Quadratmeter größer aus. Damit sollen Kunden auf ihre Kosten kommen, welche ambitioniert segeln und Regatten gewinnen möchten. Davon abgesehen, bleiben bei beiden Versionen die Ausstattungs- und Ausbaustandards an und unter Deck gleich.

Im Cockpit werden alle Fallen, Schoten und Trimmleinen unter Deck nach hinten zurückgeführt. Das Cockpit selbst zeigt eine klare Zweiteilung: Der vordere Bereich bleibt frei und unverbaut. Hier genießen die Mitsegler ungestört die rassige Fahrt. Achtern dagegen wird gearbeitet. Über wahlweise zwei oder drei große Winschen auf beiden Seiten werden die Segel gesetzt und getrimmt. Die doppelten Steuerräder erlauben mehr Bewegungsfreiheit für den Steuermann, der damit selbst an den Winschen arbeiten und trotzdem noch steuern kann. Das einfache Handling sowie die ultimative Einhandtauglichkeit stehen unter andrem im Fokus des Konzepts.

Wie bei allen aktuellen Typen von Dragonfly ist auch beim neuen Flaggschiff das Ruderblatt hinten am Mittelrumpf angehängt und wird direkt von Kabelzügen angesteuert. Ebenfalls markentypisch: Das aus GFK bestehende Klappschwert kann vollständig in den zentralen Rumpf aufgeholt werden. Damit soll man mit dem neuen, großen Dragonfly problemlos trockenfallen oder auf den Strand fahren können. Üppige Stauräume mit großen Öffnungen in den Rümpfen erlauben es der Mannschaft, allerhand "Spielzeug" an Bord mitzuführen. In den relativ hohen Seitenschwimmern können zum Beispiel Paddelboote, Surfbretter oder Fahrräder gestaut werden. Natürlich ist auch der neue 40er von Dragonfly mit dem patentierten Swing-Wing-System zum Einklappen der Seitenrümpfe ausgestattet. Mit wenig Aufwand lassen sich Schwimmer nach hinten wegschwenken. Damit reduziert sich die Gesamtbreite von stattlichen 8,40 Meter auf hafentaugliche 4,00 Meter.

Unter Deck überrascht der Dragonfly 40 mit einem sehr schönen, äußerst gemütlichen Innenausbau. Das ganze Interieur sowie natürlich auch die Rümpfe und die Decks werden bei der Werft in Dänemark hergestellt. Für den Ausbau des Prototyps hat Quorning Boats das Holz der Ulme verwendet; diese ungewöhnliche Wahl wird der Standard sein. Das Interieur in Teakholz wird man dazu als Option wählen können. Das Layout im Mittelrumpf zeigt zwei abgetrennte Doppelkabinen im Vorschiff sowie achtern unter dem Cockpitboden. Dazu wird das Wohnangebot mit einem großzügigen Toilettenraum mit Dusche sowie Pantry in L-Form komplettiert. Die Flanken des wuchtigen Salontisches lassen sich abklappen, um einen freien Durchgang nach vorn zu ermöglichen.

In der Standard-Version Touring kostet der große Dragonfly 665.210 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer und einem Satz hochwertiger Laminatsegel (Groß und Selbstwendefock). Die Version Ultimate mit dem höheren Kohlefasermast und größerer Genua  ist etwa 30.000 Euro teurer.

Der Dragonfly 40 ist noch bis Sonntag als Weltneuheit auf der Messe in Düsseldorf zu sehen. Die Dänen sind mit ihrem neuen Schiff in der Halle 17 am Stand A20 vertreten.

Kontrukteur

Jens Quorning/Steen Olsen

CE-Entwurfskategorie

A (6) / B(8) 

Gesamtlänge 

12,10 m

Länge Mittelrumpf

11,60 m

Länge mit eingeschwenkten Seitenrümpfen

13,50 m

Breite 

8,40 m

Breite mit eingeschwenkten Seitenrümpfen

4,00 m

Tiefgang (Klappschwert) 

0,70–1,90 m

Gewicht segelfertig 

5,5 t

Großsegel (Touring / Ultimate)

62,0 / 72,0 qm

Genua (Touring / Ultimate)

33,0 / 38,0 qm

Selbstwendefock (Touring / Ultimate)

25,0 / 27,0 qm

Gennaker (Touring / Ultimate)

110,0 / 135,0 qm

Masthöhe (Touring / Ultimate) 

16,50 m / 18,50 m

Maschine 

27 kW / 40 PS / Saildrive

Der Test des kleinen Dragonfly 25 bei YACHT tv

Der kleinste Tri der dänischen Multi-Bauer im Test


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