Etap Yachting ist verkauft

Neue Produktion für Etap in Polen

Im polnischen Stettin wird derzeit eine neue Produktion hochgezogen

Michael Good am 16.03.2009

Geht in Polen wieder in Produktion: Die neue 30 CQ von Etap

Jetzt ist es offiziell: Die Marke Etap ist gerettet. Der belgische Unternehmer Toni De Pape hat die Werft Etap Yachting aus dem Insolvenzverfahren von Dehler herausgelöst und verlagert die Produktion nun vollständig nach Stettin in Polen.

De Pape rechnet damit, dort schon Ende April die Fertigung wieder neu anfahren zu können. Es ist geplant, die Produktion aller aktuellen Etap-Modelle unverändert wieder aufzunehmen, von der kleinen 21i bis zur großen 46 DS. Die Formen und das gesamte Werftinventar werden derzeit mit rund 100 Lkw-Ladungen vom bisherigen Standort in Malle (Belgien) nach Stettin verfrachtet. Der Hauptsitz von Etap Yachting bleibt jedoch in Belgien. Auch am Händlernetz soll sich vorerst nichts ändern. Neue Modelle sind wohl bereits angedacht, konkret allerdings wollte Toni De Pape noch nicht werden, auch nicht hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung bei Etap.

Gleichzeitig mit der Produktion in Stettin soll für Etap auch in Indien ein Werftbetrieb eingerichtet werden. Von da aus will die neue Unternehmensleitung vor allem die Märkte in Indien, China und Südostasien versorgen. Toni De Pape sieht in diesen Ländern ein „riesiges Potenzial für den Bootsbau“ und zieht auch Parallelen zur Entwicklung in der Automobilbranche.

Etap Yachting ist erst im Januar 2008 von Dehler übernommen worden. Die Insolvenz des deutschen Yachtbauers im Herbst letzten Jahres hat dann aber auch das belgische Werftunternehmen mit in die Krise gerissen. Am 7. Januar 2009 hat Etap die Insolvenz anmelden müssen.

Michael Good am 16.03.2009

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