Biga 270
Moderne Linien, mehr Varianz

Biga-Yachten erweitert das Modellportfolio um einen 27-Fußer. Die neue Biga 270 stammt aus dem Rechner von Konstrukteurin Juliane Hempel

  • Michael Good
 • Publiziert vor 7 Jahren

YACHT / N. Campe Die neue Biga 270, die Konstruktion kommt von Juliane Hempel

Wie schon der Biga 242 (Test in YACHT 24/2012) hat Juliane Hempel auch dem neuen Bicker-Schiff eine lange Wasserlinie und moderne Unterwasser-Anhänge mit auf den Weg gegeben. Es bleibt eine typische Bicker; die Verwandtschaft zur bestehenden Werftlinie ist unverkennbar – so jedenfalls der Eindruck, den die ersten Risszeichnungen vermitteln, die YACHT online vorliegen.

Der Rumpf ist mit einer für den Straßentransport tauglichen Breite von 2,55 Meter recht schlank. Das Streckungsverhältnis (Länge zu Breite) liegt mit einem Wert von 3,33 deutlich über dem Durchschnitt von 3,0.

YACHT / N. Campe Diese zwei Layoutvarianten sind erhätlich. So viel Varianz gibt es bei Booten dieser Größe sonst kaum 

Die Biga 270 kommt als Nachfolgerin der beliebten und vielfach verkauften 262, sie war von Fritz Hartz gezeichnet worden. Das neue Schiffskonzept zeigt sich jetzt vielseitiger und mit mehr Individualisierungsmöglichkeiten, vor allem unter Deck. Als Alternative zum Standard-Innenlayout mit Dinette, seitlicher Küchenzeile und Hundekoje ist das Interieur auch in einer traditioneller anmutenden Variante mit zwei Längssofas und kleiner Küchennische am Niedergang erhältlich. Die abgetrennte Vorschiffskabine und der Toilettenraum fallen in beiden Ausführungen identisch aus.

Auch kann der Kunde zwischen zwei Kielvarianten wählen. Standard ist der T-Kiel mit 1,45 Meter Tiefgang, daneben kann ein Kurzkiel in L-Form mit nur 1,15 Meter Tiefgang geordert werden. An einer Version mit Kielschwert arbeiten Werft und Konstrukteurin derzeit noch.

Alternativ zum herkömmlichen Segelplan mit der 110 Prozent überlappenden Genua kann der Kunde das Boot auch mit Selbstwendefock ordern.

Wie alle Boote aus der Yachtmanufaktur von Gerhard Bicker in Ahlen-Dolberg kommt auch die 270 mit einem GFK-Rumpf (Volllaminat im Unterwasserbereich, Sandwichlaminat über der Wasserlinie) und einem standardmäßig mit Teakholz-Leisten belegten Sperrholzdeck. Der Aufbau, das Cockpitsüll und die gesamte Plicht werden in gewohnt hoher Qualität aus Mahagoni gefertigt.

Interessant ist die Preisansage von Schiffsbaumeister und Werftchef Gerhard Bicker. Der Preis für die Neue soll sich in etwa auf dem Niveau des Vorgängermodells Biga 262 bewegen. Das würde bedeuten: 63.000 Euro für das segelfertige Schiff inklusive Mehrwertsteuer. Die Einbaumaschine allerdings wird nur optional angeboten und ist bei diesem Preis noch nicht eingerechnet. Möglich sind der Einbau fast aller auf dem Markt erhältlichen, kleinen Einbaudiesel sowie auch von Elektro-Antrieben.

Gerhard Bicker will seine erste neue 270 zum Sommer 2015 fertig haben. Er stellt die Premiere für die Interboot 2015 in Aussicht.

Lüa (Rumpflänge)

8,50 m

LWL (Länge Wasserlinie)

7,72 m

Breite 

2,55 m

Tiefgang/alternativ 

1,45 / 1,15 m

Gewicht 

2,5 t

Ballast/-anteil 

0,75 t / 30 % 

Großsegel 

19,2 qm

Genua (110 %) 

15,8 qm

Selbstwendefock 

14,5 qm

Gennaker 

55,0 qm


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Themen: Biga 242Biga YachtenGerhard BikerJuliane Hempel

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