Pogo 36
Macht Lust auf lange Schläge

Pogo Structures zeigt erste Pläne für einen neuen 36-Fußer. Ein Boot für Offshore-Regatten, aber auch zum Touren mit der Familie

  • Michael Good
 • Publiziert am 09.12.2014

Pogo Structures Breites Heck, zwei Pinnen: gemacht für lange Reaching-Kurse

Aufregung auf dem Stand von Pogo Structures am Salon Nautique in Paris: Die französische Werft bringt eine Pogo 36 und hat auf der Messe die ersten Pläne präsentiert. Das neue Boot wird die verdiente Pogo 10.50 in den Ruhestand schicken.

Die Werft hält sich mit Bekanntgabe von Details zurück – die Spezifikationen und Preislisten sind offenbar noch nicht ausgearbeitet; das erste Boot soll ja auch erst zum Frühjahr 2016 fertig werden. Das Projekt steckt also noch in den Kinderschuhen. Anhand der ersten Renderings lassen sich aber bereits einige spannende Features erkennen. Die Konstrukteure von Finot/Conq haben dem Renner eine markant aggressive Linienführung mit auf den Weg gegeben. Die ausgeprägten Chines setzen achtern hoch an und ziehen sich bis zum Bug durch. Doppelte Ruderblätter und einen hydraulischen Schwenkkiel hatte schon das Vorgängermodell Pogo 10.50. Neu ist eine Option auf den fest angeflanschten Flossenkiel.

Pogo Structures Aggressiver Look: abgestufter Kajütaufbau, Chines bis zum Bug

Auffällig auch die Form des Kajütaufbaus mit den abgestuften Flanken. Damit soll es wohl möglich sein, unterwegs von innen nach vorn in Fahrtrichtung zu gucken. Jedenfalls ist genau dies die Idee bei der JPK 10.80 (Test in YACHT 19/2014), deren Deck eine ganz ähnliche Formgebung zeigt. Die JPK 10.80, die Jeanneau Sun Fast 3600 (Test in YACHT 24/2013) und die neue Pogo 36 werden sich mutmaßlich als starke Konkurrenz in der Klasse der hochseegängigen Performance-Yachten um 36-Fuß Länge etablieren. Im Fokus ihres Konzepts: Gebaut und gedacht für lange Strecken offshore, optimiert für den Ein- und Zweihand-Betrieb.

Unter Deck der Pogo 36 ist ein tourentauglicher Innenausbau mit drei Kabinen und einem Toilettenraum vorgesehen. Wahlweise können die Käufer auf den Ausbau im Vorschiff oder in einer der Achterkabinen verzichten und das Volumen stattdessen als Stauraum nutzen. Eine Pantry mit Kühlfach und Zwei-Flammen-Herd sowie eine großzügig angelegte Navigation komplettieren das Wohnangebot.

Pogo Structures Innen eine Pogo zum Wohnen

Die Preise wird Pogo Structures später bekanntgeben. Das Vorgängermodell Pogo 10.50 war zuletzt für rund 164.000 Euro brutto zu haben, ohne die Segel. Gut möglich und anzunehmen, dass sich auch der Preis für die neue 36er auf diesem Niveau einpendeln wird. Pogo Structures wird übrigens mit seinem neuen Serien-Mini Pogo 3  auch auf der Messe in Düsseldorf vertreten sein (Halle 15, Stand B13).

Pogo Structures Vorgesehen ist ein Layout mit drei abgetrennten Kabinen und einer Nasszelle 

Lüa (Rumpflänge)

10,86 m

Breite 

4,00 m

Gewicht 

3,6 t

Tiefang Fixkiel 

2,10 m

Tiefang Schwenkkiel

2,93–1,10 m

Segelfläche am Wind

74,0 qm

Gennaker 

120,0 qm

CE-Entwurfskategorie

A (Hochsee) 

Konstrukteur

Finot/Conq

Interieur Design 

Roséo Design


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Themen: Finot-ConqPogo 36Pogo Structures

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