Messe
Interboot-Premieren, Teil III: Cruiser 36

Erstmals zeigt Bavaria die neue Elf-Meter-Yacht in Deutschland. Sie ist für Charterer wie Eigner konzipiert

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 20.09.2010

YACHT/J. Rieker Gemütlich & geräumig: Salon der Cruiser 36

Interboot-Premieren, Teil III: Cruiser 36

8 Bilder

Interboot-Premieren, Teil III: Cruiser 36

Die Cruiser 36 beeindruckt vor allem durch ihre Kajütgestaltung. Raumangebot und Funktionalität können auf Anhieb überzeugen. Viele Fenster und Luken sorgen zudem für Licht, Sicht und eine gute Belüftung.

Gegenüber dem vor einem Jahr an gleicher Stelle präsentierten Einstiegsmodell, der Cruiser 32, erscheint die 36er unter Deck nahezu doppelt so groß. Ohne irgendwo verschwenderisch mit dem Raum umzugehen, haben die Bootsbauer aus Giebelstadt das Raumvolumen konsequent ausgenutzt.

So lässt die Eignerkammer im Vorschiff nichts zu wünschen übrig. Sie verfügt über insgesamt drei große Schränke — einer davon vor dem Hauptschott. Zusätzlicher Stauraum steht unter der üppigen Doppelkoje zur Verfügung.

Auch achtern muss sich niemand beengt fühlen, selbst in der in Friedrichshafen gezeigten Drei-Kabinen-Version bleibt Platz für zwei adäquate Doppelkojen und ausreichend Bewegungsfreiheit.

Einzig die Navi-Ecke stellt einen Kompromiss dar. Der Kartentisch, auf den auch Sportbootkarten nur gefaltet passen, lässt sich entriegeln und vertikal hinter der Badezimmer-Wand stauen. Ein simples und pfiffiges Detail, das Freunde der klassischen Navigation allerdings nur als Notlösung empfinden werden. Weggestaut, entsteht so ein großes Längssofa an Backbord.

Im Cockpit geht es entlang des sehr großen, fest montierten Tischs etwas knapp zu. Dafür sind die Duchten über zwei Meter lang, die Sülls hoch und die Backskisten ausreichend groß. Eher unterdimensioniert erscheinen Fallenstopper und Winschen — nicht ungewöhnlich bei Großserienbooten. Konkrete Aussagen dazu lassen sich aber erst bei einem Test treffen (in Vorbereitung).

Die Segelfläche der Cruiser 36 beträgt 69 Quadratmeter. Bei einer anhand der Konstruktionsdaten errechneten Verdrängung von sieben Tonnen ergibt sich eine Segeltragezahl von 4,34 — typisch für ein angemessen betuchtes Fahrtenboot. Mit 97.460 Euro ist die Bavaria wie immer sehr günstig. So viel Raum gibt es nirgendwo sonst zu vergleichbaren Preisen.


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: 2011Bavaria Cruiser 36BodenseeFriedrichshafenInterbootNeuheitenPremieren

Anzeige