Hanseyachts
Interboot Premieren IV – Hanse 385

Badeplattform und doppelte Steuerräder. Hanseyachts setzt mit der 385 auf Klassenkonformität, zeigt aber auch viele interessante Details.

  • Michael Good
 • Publiziert am 20.09.2011

Axel Nissen-Lie Breites Heck, riesige Seeterrasse. Der achterliche Schiffsbereich zeigt sich wuchtig.

Zum Beispiel werden beim neuen Boot konsequenter als beim Wettbewerb sämtliche Schoten, Fallen und Strecker verdeckt auf das hintere Süll umgelenkt, wo sie sowohl vom Steuermann als auch von der Crew gut bedient werden können. Somit bleibt der ganze Bereich um den Niedergang befreit von störenden Leinen, und auch das Laufdeck ist erfreulich unverbaut. Die Einhandtauglichkeit und das einfache Handling stehen denn auch im Zentrum der neuen Cockpitgestaltung. Die doppelten Steuerräder erlauben zudem einen freien Durchgang durch die Plicht.

Die Konstruktion aus dem Bremerhavener Büro von Judel/Vrolijk & Co soll das funktionierende Schiffskonzept der ebenfalls neuen und größeren Modelle Hanse 445 (Test YACHT 1/2011) und 495 (Test YACHT 8/2011) nun auch ins mittlere Segment überführen. Erhalten bleiben dabei natürlich die Hanse-typischen Ausstattungselemente, wie zum Beispiel die standardmäßig eingebaute Selbstwendefock. Entsprechend dem Zeitgeist zeigt sich Hanse bezüglich des Segelplans anpassungsfähiger. Auf Wunsch können Eigner nun auch eine Genua mit kurzer Überlappung ordern. In diesem Fall werden Schotschienen direkt auf das vordere Kajütdach geschraubt. Neu ist auch die große und klappbare Badeplattform am lotrecht abfallenden und markant breiten Heck. Geschlossen verdeckt sie schön und unauffällig ein Staufach für die Rettungsinsel.

Axel Nissen-Lie Nüchtern, kantig, funktionell. Ungemütlich ist es unter Deck aber nicht.

  

Axel Nissen-Lie Hoher Freibord, voluminöser Rumpf. Die Hanse 385 ist auch optisch klar ein reiner Tourer.

Auch bei der Innenraumgestaltung orientiert sich die Hanse 385 an ihren aktuellen, größeren Schwestern. Loftstyle-Interieur nennt man die kantige und schnörkellose Art bei der Werft, die dem Schiff einen hellen, freundlichen und luftigen Gesamteindruck verschafft. Für ein Schiff dieser Größe fällt insbesondere der Vorschiffsbereich ungewöhnlich großzügig aus. Standard ist die Zweikabinen-Version mit einer großen Backskiste an der Steuerbordseite. In dem Fall wird die Pantry bis tief ins Achterschiff zurückgebaut und kann damit in Sachen Arbeitsfläche und Stauraum-Angebot neue Maßstäbe in der Klasse um elf Meter Bootslänge setzen. Optional erhältlich ist die Ausbauversion mit drei Kabinen. Allerdings fällt dann die Pantry etwas kleiner aus.

  

Die Hanse 385 steht als Deutschland-Premiere auf der Interboot. Halle A1, Stand 208 


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