Celeste 36
Individuell und sportlich

Als Zwitter zwischen Daysailer und Fahrtenyacht kommt die Celeste 36 daher. Das auffällige Retro-Design ist auch unter Deck unkonventionell

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 20.10.2012

Werft Die Celeste unter Spi. Zwei Boote schwimmen bereits

Segelleistung in hübscher Verpackung: Die Linienführung der Celeste 36 orientiert sich über Wasser an amerikanischen Daysailern vom Schlage einer Morris. Unter Wasser allerdings ist die Konstruktion des schwedischen Büros Heyman-Yachtdesign noch wesentlich moderner als ihre transatlantischen Schwestern. Frei von Formelzwängen entwickelt und mit einem besonders scharf geschnittenen Vorschiff ausgestattet, soll die Celeste sowohl am Wind als auch auf Vormwind-Kursen ähnlich großen Yachten überlegen sein.

Werft In der Seitenansicht wird das Retrodesign besonders deutlich

Ein nach achtern versetzter Segelplan mit kaum überlappender Genua und konventionellem Achterstag sorgt für einfache Bedienung, sodass sich die Schwedin auch allein oder zu zweit optimal segeln lässt. Wobei das große Cockpit selbst vielköpfigen Crews reichlich Platz bieten soll.

Werft Auch unter Deck weicht die Celeste vom Standard ab

Nach Aussagen von Heyman ist das Konzept zwischen einem Daysailer und einer vollwertigen Fahrtenyacht angesiedelt und für einwöchige Törns ausgelegt. Das zeigt sich vor allem unter Deck. So sind die beiden Achterkammern lediglich  durch Vorhänge vom Salon getrennt, und die Pantry kommt ohne kardanisch gelagerten Kocher aus. Der Eignerbereich liegt im Vorschiff, wo auch die Nasszelle untergebracht ist. Ungewöhnlich hier: Anstelle einer Navigationsecke besitzt die Celeste einen Arbeitsplatz im Durchgang zum Vorschiff. Damit der Zugang zur Koje auch möglich ist, wenn der Platz belegt ist, kann die Nasszelle als zusätzlicher Durchgang geöffnet werden.

Gebaut wird die Celeste im Vakuum-Infusionsverfahren mit Vinylesterharz und Schaumsandwich. Den Innenausbau übernimmt die Jacobssons Båtbyggeri in Udevalla, die unter anderem für die Fantasi-Deckssalonyachten bekannt ist. Die Boote entstehen als Kleinserie speziell nach den Wünschen des Eigners, andere Innenlayouts, beispielsweise mit seegerechter Pantry, sind somit kein Problem.

Die geringe Stückzahl in Verbindung mit den vielen individuellen Lösungen treibt allerdings den Preis kräftig in die Höhe, die bisher gebauten zwei Boote kosteten jeweils knapp 500.000 Euro. Da hilft es auch wenig, dass ein hochwertiges Kohlefaserrigg von Marstrom zur Serienausrüstung gehört.

Länge über alles

11,55 m

Rumpflänge

10,98 m

Breite

3,39 m

Tiefgang

1,83 m

Verdrängung

6,4 t

Ballast

2,5 t

Segelfläche

77,3 qm

Weitere Informationen auf der Homepage des Konstrukteurs

Celeste 36

9 Bilder

Weitere Bilder der Celeste 36 von Heyman Yachts


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Themen: celeste 36Gabriel HeymanPerformance-CruiserretoSchweden

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