Messe-News
Hiswa-Premieren I: Hanse 315

Das komplett neue Einstiegsmodell aus Greifswald feiert Premiere in Amsterdam. Das Interesse ist riesig – der Innenraum des Schiffes auch

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 04.09.2015

A. Worms Viel Andrang an Bord der neuen kleinen Hanse

Tatsächlich: So klein und schon eine Yacht. Das Raumgefühl lässt den Besucher an ein größeres Schiff denken, Licht und einige Tricks im Interieur machen es möglich. Auf dem Ausstellungsboot ist etwa das Vorschiff offen. Das schafft Weite fürs Auge. Im Deck sorgen Skylights für Licht im Inneren. Auch das hilft für das Raumgefühl.

Achtern wird quer geschlafen, die Höhe über den Füßen der ansonsten üppigen Koje ist ebenfalls knapp. Das müssen künftige Eigner sorgsam ausprobieren. Wen es nicht stört, der erfreut sich an der ordentlichen Belüftung und dem Schrankraum. Im Vorschiff gibt es eine Version mit zusätzlichem Schrank und vollwertigem Hauptschott. Dann ist die Kammer vorne verschließbar und weist neben der einzelnen Koje eine Sitzgelegenheit auf. Ideal als Kinderzimmer, denn dann stört auch die fehlende Länge weniger.

Hanse 315 auf der Hsiwa te water 2015

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Die Hanse 315 auf der Hiswa te water 2015 in Amsterdam

Phänomenal sind die Abmessungen der Nasszelle: Sie ist tatsächlich so ausgelegt, dass eine Hafendusche nicht genutzt werden muss. Dazu empfiehlt sich jedoch das Cruising Paket, in dem unter anderem ein Boiler enthalten ist. Ansonsten fallen unter Deck die saubere Verarbeitung und die mitunter etwas scharfen Ecken auf. Hansetypisch ist die große Auswahl an Stoffen und Holzsorten. Standard ist ein heller Akazienboden mit Mahagoniausbau.

Außen gefällt die Pinne. Sie passt zum Boot. Wer lieber per Rad lenkt, der bekommt auf Wunsch auch zwei. Hinter der Pinne verläuft der Traveller auf ausreichender Breite. So ist die Großschot im Zugriff des Steuermanns, ebenso wie eines etwaigen Großschottrimmers, der weiter hinten im Cockpit arbeiten kann. Durch die Anordnung der Pinne weiter vorne steht der Steuermann einigermaßen geschützt unter der Sprayhood. Vorsegelmanöver entfallen fast ganz dank Selbstwendefock. Wer tiefere Kurse fahren möchte, der ordert die 105-Prozent-Fock mit fliegenden Holepunkten oder einen Code Zero. Spätestens dann sind jedoch auch zwei weitere Winschen erforderlich, die gegen Aufpreis erhältlich sind. Wer möchte, kann dann auch dorthin Groß- und Vorsegelschot führen lassen.

Die neue kleine Hanse ist ein gelungenes Einsteigerboot. Mit Pinne und Selbstwendefock sicher und leicht zu handhaben, unter Deck ausreichend für zwei Erwachsene und zwei Kinder und auf Wunsch mit allem Komfort aufrüstbar. Die ersten sind schon verkauft. Die Preise beginnen bei rund 70 000 Euro. Der Händler gibt an, dass der endgültige Verkaufspreis der ersten Schiffe bei etwas unter 100 000 Euro lag. Zu sehen noch bis Sonntag auf der Hiswa te Water in Amsterdam.

www.hanseyachts.com


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Themen: Hanse 315HiswaPremiere

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