Messe

Hiswa-Premieren I: Dehler 34

Die neue Mittelklasse aus Greifswald: kompakt, sportlich und komplett in die neue Linie integriert. Die 34 hat das Zeug zum Bestseller

Alexander Worms am 01.09.2016
Dehler 34

Zieht die Blicke auf sich: die Dehler 34 auf der Messe in Amsterdam

Dehler 34 – ein klangvoller Name. Ein Klassiker, in gute alte IOR-Zeiten fühlt sich so mancher zurückversetzt. Weltmeister gar in der Vermessung. Auch heute wirkt der Nimbus. Das 10,30 Meter lange Boot ist voll, auf der Hiswa te water in Amsterdam. Die Interessenten stehen Schlange.

Klar, Dehler hat mit 38, 41 und 46 sauber vorgelegt, aber kleinere Boote einer Serie haben immer Charme. Sie ziehen, interessieren, sind auch für den normalen Angestellten träumbar und nicht nur eine Sache für Unternehmensverkäufer, die nach der Karriere mit eigener Firma einmal ans Segeln denken.

Fotostrecke: Dehler 34 Hiswa 2016

Und so kommt auch die Dehler unter Deck wohl hübsch, aber eher unprätentiös daher. Die runden Schappdeckel gefallen, ansonsten ist aber viel Erwartbares zu sehen. Ach ja: Die Türe der Nasszelle teilen sich die WC/Duschecke und der Salon als Abschluss zum Nassbereich. Das ist praktisch, ein Vorhang zur Dusche täte es hingegen auch. Die Kojen passen, das darf man allerdings heute auch erwarten – umso mehr bei einer Breite über alles von 3,60 Metern –, der Salon hat eine beidseitige Sitzgelegenheit mit Tisch in der Mitte. Wie gesagt: erwartbar. Nicht immer selbstverständlich: Es gibt einen Navitisch in der Verlängerung achtern der Sitzbank an Backbord.

Spannend wird es draußen: Eine heruntergezogene Augenbraue über den Salonfenstern und ein leicht angedeuteter positiver Deckssprung verleihen der Optik einige Dynamik. Es wirkt, als sei das Boot vorgespannt, aufgezogen und fertig zum Abspulen von Meilen, übrigens gern schneller als die Konkurrenten auf der Bahn. Diese Meriten muss sie aber erst noch verdienen, man wird sehen, was die  Neue im gnadenlosen Regattageschäft kann. Ach ja, da wird sie dann mit Performance-Kiel (2,10 statt 1,95 oder 1,55 Meter) und Mast (knapp 80 Zentimeter höher als die 16,27 Meter im Standard) an den Start gehen. Dann mit Segeltragezahl 4,8. Das ist knapp, um gegen die Italias dieser Welt zu bestehen. Die Ur-Dehler 34 hatte übrigens 4,9.

Schön zu sehen: Im segelfertigen Preis von 133.000 Euro sind so angenehme Dinge wie selbstausrichtende Ruderlager, Dyform-Rigging, versenkbare Klampen, Dyneema-Fallen und sogar ein Faltpropeller enthalten. Der Strongback besteht aus Carbon, die Schotten sind anlaminiert. All das sorgt für Solidität. Wwenn's einmal auf der Bahn ruppiger zugehen sollte.

Zu sehen ist die Neue noch bis Sonntag auf der Hiswa te water in Amsterdam.

Alexander Worms am 01.09.2016

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