SpeedFoiler
Highspeed dank viel Hightech

Mit innovativer Technik will das TeamGaebler das schnellste Zweipersonen-Seriensegelboot der Welt bauen. Eine Rennserie ist in Planung

  • Michael Good
 • Publiziert am 03.06.2016

Speedfoiler SpeedFoiler

Die deutsch-dänischen Katamaran-Spezialisten vom TeamGaebler tun sich mit dem Essener Spezialchemiekonzern Evonik zusammen, um gemeinsam einen neuen ultraleichten und foilenden Katamaran zu entwickeln. "Unser neuer 'SpeedFoiler' wird eine außergewöhnliche Leistung erreichen, die es bisher in unserem Sport noch nicht gegeben hat", freut sich der Olympiagewinner und mehrfache Weltmeister Roland Gäbler. Der Prototyp des 7,62 langen SpeedFoilers ist jetzt im Bau und soll schon diesen Sommer erstmals segeln und abheben.

Der SpeedFoiler wird von zwei Personen mit Trapez gesegelt und soll dank seiner zwei sichelförmigen Profilschwerter schon bei geringen Geschwindigkeiten in den Foiling-Modus übergehen, also abheben können. Vorrausetzung dafür ist ein ultimativer Leichtbau. Die Komposit-Spezialisten von Evonik in Essen besitzen über die Rohstoffe hinaus ein umfangreiches Verarbeitungs- und Prozess-Know-how. Sie werden die Entwicklung des SpeedFoilers von der technischen Seite begleiten. Die Konstruktion übernimmt der Multihull- und Foil-Spezialist Martin Fischer, der aktuell auch die Entwicklungen im America's Cup mitgestaltet.

Speedfoiler SpeedFoiler

Für das Projekt inspirieren ließen sich die Initianten Roland und Nahid Gäbler von den ultraschnellen, aber auch extrem teuren und zudem technisch sehr komplizierten C-Class-Katamaranen mit ihren starren Profilflügel-Riggs. Der SpeedFoiler soll dagegen einfacher ausfallen mit einem mehr herkömmlichen, flexiblen Rigg, dafür mit mehr Segelfläche, als die Boote der C-Class besitzen. Dazu Roland Gäbler: "Wir wollen den ultimativen Allrounder bauen, keine Regel befolgen, keine Grenzen einhalten und der Innovation freien Lauf lassen. Der SpeedFoiler soll deshalb über ein außergewöhnliches Leistungsspektrum verfügen. Ein Multitalent mit Superspeed."

Roland und Nahid Gäbler werden mit dem SpeedFoiler zunächst an einigen etablierten Regatten teilnehmen. In Vorbereitung ist aber auch schon eine Rennserie, der Foiling World Cup. "Zahlreiche Weltklassesegler haben uns gegenüber bereits ihr Interesse an dieser neuen Einheitsklasse und einer Regattaserie bekundet", sagt Nahid Gäbler. Außerdem wollen die Gäblers mit ihrem SpeedFoiler auch am Little Cup starten, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der C-Class-Katamarane (siehe Video unten).

Der Link zum Projekt

Länge

7,62 m

Breite

4,26 m

Großsegel

28,0 qm

Fock

12,0 qm

Coce Zero

40,0 qm

Masthöhe

12,0 m


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Themen: C-ClassFoilerGäblerLittle CupSpeedFoiler

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