Test&Technik
Hanseboot-Premieren VIII: Hanse 445

Mit der 13,52 Meter langen Nachfolgerin der 430 beginnt bei der Greifswalder Werft der Einstieg in die Oberklasse

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 04.11.2010

YACHT/B. Andersch Loft-artig: Salon der Hanse 445

Hanseboot-Premieren VIII: Hanse 445

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Hanseboot-Premieren VIII: Hanse 445

Das manifestiert sich zum einen im Design. Die Hanse 445 ist markant, der gedrungene Aufbau endet kurz vor dem Mast und es gibt keine Alufußreling mehr. Zum anderen bietet sie optionale Extras wie etwa eine Klimaanlage.

Die ist ein Muss, will man bei den Großen dazu gehören. Und das tut sie, die 445. Das denkt der Besucher spätestens, wenn er den Salon betritt: geräumig und total stylisch wirkt der.

Eine gemütliche Wohnlandschaft auf die man sich spontan mit einem leckeren Weißwein, der neuen YACHT und einer Norah Jones CD im Player hinflezen möchte. Dabei bleibt der Kontakt zur Außenwelt erhalten, große Rumpffenster erlauben einen direkten Blick auf das Geschehen im Umfeld.

Das Messeboot bietet den Kontrast zwischen dunklem Mahagoni und hellen Wandflächen gepaart mit anthrazitfarbenen Polstern. Das Schiff lädt sogar zur Durchführung einer kleinen Cocktail-Party im Freundeskreis ein. Das wird möglich, weil auch noch ausreichend Standfläche im Salon zur Verfügung steht, was das Raumempfinden weiter fördert. Eine gelungene Komposition.

Viele Details machen Spaß: Die Getränkehalter in der Sitzducht zum Beispiel oder die klappbaren Steuermannsplätze an der riesigen Heckklappe. Die ist auch so ein Must-have derzeit und beim römisch-katholischen Anlegen zudem sehr praktisch. Ist sie hochgeklappt, erscheint das Heck jedoch ziemlich wuchtig.

Das Deckslayout zeigt sich durchdacht, so enden die Schoten und Fallen allesamt auf Winschpodesten direkt vor den Steuerrädern. So bleibt das Cockpit leinenfrei und ermöglicht dem Rudergänger dirketen Zugriff auf die seglerischen Vitalfunktionen der Yacht. Die Alufußreling wird durch ein angedeutetes Schanzkleid als Teil der Decksschale ersetzt, auf dem die klappbaren Klampen untergebracht sind. Auch das ist schick.

Mit 175.525 Euro sortiert sich die Hanse leicht oberhalb der Bavaria 45 Cruiser ein. Die bietet dabei immerhin ein zweites Ruderblatt, durchaus sinnvoll bei der Breite moderner Hecks, sowie die variablere Kajütaufteilung. Dennoch sind Aspekte wie die Ausführung des Rumpfes in Vinylesterharz in den Außenlagen und das Loft-artige Innendesign Punkte, die die Hanse gut dastehen lassen.

Wie die neue aus Greifswald segelt, klärt in Kürze ein YACHT-Test. Bis dahin bietet sich noch bis Sonntag auf der Hanseboot die Gelgenheit, einen ersten Eindruck im Trockenen zu sammeln. Halle B2 neben dem Stand der YACHT.


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