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Hanseboot-Premieren IV: XC-38

Stimmige Proportionen, zeitloser Stil. Mit dem kleinsten XC-Boot ist die aktuelle Tourenreihe der Dänen von X-Yachts vorerst komplett

  • Michael Good
 • Publiziert am 02.11.2010

B. Andersch YACHT Zeit- und schnörkellos. Die Optik ist von den größeren XC-Modellen bereits bekannt

Hanseboot-Premieren IV: XC-38

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Hanseboot-Premieren IV: XC-38

Wer sich die XC-38 auf der Messe in Hamburg genauer ansehen möchte, braucht etwas Zeit. Denn es gibt auf diesem Boot viel zu entdecken, sowohl an als auch unter Deck. Das Boot kann Fahrtensegler genauso glücklich machen wie auch sportliche Ambitionierte.

Am ersten Messe-Wochenende mussten die Leute von X-Yachts zwischenzeitlich sogar den Aufgang zur Plattform absperren: "Der Ansturm war einfach überwältigend", resümiert Händler Christoph Barth aus Flensburg, "alle wollen sie auf die neue XC-38." Und die Werft hat so viele Prospekte zum neuen Schiff verteilt, dass vielleicht nachgedruckt werden muss.

Im YACHT-Starkwindtest auf der Nordsee (s. Heft 21/2010) hat die Dänin gezeigt, was sie draufhat. Die XC-38 segelt bei diesen Bedingungen ausgesprochen steif und in guter Balance. 42 Prozent Ballastanteil im Kiel sorgen für ein markantes aufrichtendes Moment. Dabei lässt sich die XC-38 bei Bedarf durchaus aktiv und sportlich segeln — wenn man will. Die Trimmeinrichtungen sind gut, effizient und von makelloser materialtechnischer Qualität. Und das Steuergefühl am Ruder ist perfekt.

Trotzdem soll das Konzept in erster Linie Fahrtensegler ansprechen. Im tiefen Cockpit sitzt die Mannschaft hier ausgesprochen sicher und am hohen Süll angelehnt auch sehr bequem. Und die fest angebaute Windschutzscheibe schützt vor Wind, Wetter und Wasser.

Das vergleichsweise hohe Aluminium-Rigg trägt im Standard eine kurze Genua mit 108 Prozent Überlappung. Dank der innenliegenden Wanten kann wahlweise auch ein größeres Vorsegel gesetzt werden. Segler an Binnenseen und Schwachwind-Revieren werden die Varianz im Segelplan zu schätzen wissen.

Beim Innenausbau der XC-38 verzichten die Dänen auf Layoutvarianten. Es gibt das Boot nur mit zwei Kabinen und einer Nasszelle. Geradezu luxuriös sind die Platzverhältnisse der Eignerkabine im Vorschiff. Die Koje ist üppig in den Maßen, und es gibt jede Menge Stauräume, die zudem auch gut erreichbar sind.

335.820 Euro verlangen die Dänen für ihren kleinsten Tourer. Sicher, das ist viel Geld. Dafür gibt es aber auch viel Schiff — mehr als beim Wettbewerb. Und die Bauqualität ist überdurchschnittlich gut. Wer sich davon überzeugen will, hat jetzt Gelegenheit dazu. Hanseboot Halle A1, Stand B 131.


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Themen: HansebootMesseXC-38

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