Messe
Hanseboot-Premieren III: Bavaria Cruiser 36

Die preiswerte Mittelklasseyacht komplettiert die neue Fahrtenreihe und zeigt sich in Hamburg als Publikumsmagnet

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 01.11.2010

YACHT/B. Andersch Viele Luken: die Bavaria 36 auf der Hanseboot

Hanseboot-Premieren III: Bavaria Cruiser 36

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Hanseboot-Premieren III: Bavaria Cruiser 36

Viel los an Bord und auf dem Stand – so kennt man das von Bavaria, und so ist es auch beim neuesten Modell, der Cruiser 36. Das Fahrtenboot mit dem aktuell wohl besten Kajütlayout der Elf-Meter-Klasse ist konzipiert für Eigner wie Charterer.

Damit zielt die 36er in die Mitte des Marktes. Die Yacht, die es als Zwei- und Drei-Kabinen-Version gibt, überzeugt in jeder Variante. Große Kojen, sehr viel und vor allem sehr gut nutzbarer Stauraum, eine der besten Nasszellen derzeit, sowie ein Salon mit ausreichend Sitzfläche und vielen pfiffigen Details — darunter ein wegklappbarer Kartentisch, ein Deckel im Tisch, der umgedreht als Topfuntersetzer dient, oder ein Flaschenschapp im Hauptschott — all das lockt Besucher zu Dutzenden an.

Wer sich in Ruhe mit dem Boot auseinandersetzen möchte, sollte deshalb gleich morgens oder am späten Nachmittag kommen. Ansonsten kann es zu den Stoßzeiten der Messe selbst auf diesem Raumschiff unter Deck eng werden.

Die Liebe zum Detail und die perfekt gewählte Kajütaufteilung macht Spaß, übrigens ebenso wie die Verarbeitung. Alles passt, alles sitzt. So gefällt auch das anlaminierte Hauptschott ebenso wie die ungemein feste Verankerung der Einbauten. Das trägt ebenso zur spürbaren Steifigkeit der Konstruktion bei wie die extrem massive Bodengruppe.

Vielseitig und geräumig, vermag das Farr-Design auch unter Segeln zu überzeugen: Solide sechs Knoten an der Kreuz loggte sie im Test bei leichtem Wind (s. YACHT 23/2010), über neun Knoten waren es bei 5 bis 6 Beaufort raumschots, wobei das Schiff immer gut kontrolliert blieb. So sind auch längere Seestrecken mühelos und schnell zu absolvieren.

Die im Test Mitte Oktober erkannten Mankos — Undichtigkeiten im Vorschiff und eine zu stramme Ruderanlage — hat die Werft eingehend untersucht und sofort behoben. So war es zu dem Wassereinbruch gekommen, weil beim Aufriggen ein Schrumpfschlauch an den Kabeldurchführungen der Mastelektrik verkehrt angebracht worden war. Eine Arbeitsanweisung zum korrekten Aufriggen soll dem künftig Abhilfe schaffen.

Ebenso konsequent das Vorgehen zur Behebung der Schwergängigkeit der Steuerung, die durch eine zu straff gespannte Kette verursacht war: Die Steuersäule erhält fortan eine zusätzliche Verstärkung, sodass Ritzel und Ketten immer genau fluchten und Reibung dadurch gar nicht erst auftritt.

„Wir sind für solche Hinweise immer dankbar. Wenn man Qualität ernst nimmt, und das tut Bavaria, muss sich das Produkt ja permanent verbessern”, sagt Meik Lessig, Vertriebsleiter bei Bavaria. Dass Qualität nicht nur ein Slogan ist, beweist die Werft durch das Engagement des besonders kritischen Germanischen Lloyds als Zertifizierungsgesellschaft für die CE Norm.

Trotz der gebotenen Leistung bleibt die Cruiser 36 mit 97.460 Euro ab Werft extrem preiswert. Günstiger baut so ein Schiff keiner. Zu finden auf der Hanseboot, Halle A1 Stand C140 oder in der aktuellen Ausgabe der YACHT.


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Themen: BavariaBavaria 36 CruiserHanseboot

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