Messeneuheit

Hanseboot-Premieren II: XC-45 Mk II

Facelift statt Neuentwicklung – auch X-Yachts setzt auf Kontinuität und optimiert sein Luxus-Fahrtenboot nur stilistisch und in Details

Jochen Rieker am 28.10.2014
Hanseboot-Premiere II: X-Yachts XC-45 Mk II

Teakdeck jetzt als Extra, unter Deck aufgemöbelt – die neue XC-45 Mk II

Die dänische Werft hat gleich zwei Neuheiten nach Hamburg gebracht. An einem der größten Stände in Halle B6 finden Besucher die XC-35, die Anfang des Jahres in Düsseldorf Premiere feierte, und gleich daneben die XC-45 Mk II. 

Deren Namenszusatz (gesprochen: Mark zwei) macht deutlich, dass es sich um ein modifiziertes Modell handelt, nicht um eine komplette Neuentwicklung. Dabei fällt auf, dass das Boot etwas günstiger geworden ist (473.620 Euro). Wer die Preisliste genau studiert, merkt auch den Grund: Das Teakdeck, in dieser Klasse meist Standard, gibt es künftig nur noch optional.

Fotostrecke: Hanseboot-Premiere II: X-Yachts XC-45 Mk II

Weil das Deck der Messeyacht aber standesgemäß komplett mit Holz belegt ist, selbst auf dem Kajütdach, muss man nach den sonstigen Neuerungen schon suchen. Sie sind vor allem funktional. So wurde der Fahrhebel für die Motorsteuerung vom Cockpitsüll an die Steuersäule verlegt, wo er viel besser erreichbar ist. Auch gibt es vor den Steuerrädern jetzt gut ausgeformte, griffige Nirobügel zum Abstützen und Festhalten – eine sinnvolle Ergänzung.

Deutlich verbessert hat X-Yachts ferner die Badeplattform der XC-45. Sie erstreckt sich jetzt über fast die gesamte Breite des Hecks, der Zugang ist einfacher, und es gibt ein schnell erreichbares Fach für die Rettungsinsel.

Mit der Mark II geht der gesamten Modelllinie allerdings eine Eigenheit verloren. Waren die Rumpffenster seit Vorstellung der X-43 vor bald 15 Jahren in stilisierter X-Form ausgebildet, sind sie künftig konventionell rechteckig. Ein Wechsel, den eingeschworene Fans der Marke vermutlich betrauern werden. Vorteil der neuen, weit weniger Identität-stiftenden Fenster: sie sind größer, lassen mehr Licht ins Innere und öffnen den Raum stärker nach außen. 

Unter Deck lässt sich dies sogar auf der Hanseboot erahnen, wo der Blick auf blaue Teppich statt blaues Wasser fällt. Hier, in Salon, Pantry, Vor- und Achterkammern sind die Unterschiede zum Vorgängermodell am sichtbarsten. Die XC-45 in der aktuellen Version wirkt aufgeräumter, leichter und zudem hochwertiger.

Auch wenn sich an der Kajütaufteilung nur wenig geändert hat: Der Ausbau mit gekonnter Kontrastführung, indirektem Licht und schicken Details hebt die XC-45 durchaus spürbar von ihrer Vorgängerin ab. Dänische Design-Kunst zum Wohlfühlen! Und dabei kommt die Funktionalität nicht zu kurz.

So bleibt der Abstand zur ebenfalls aufgewerteten Performance-Reihe XP gewahrt – und auch zur Konkurrenz, die in der Luxusklasse inzwischen zahlreicher und härter ist als in den meisten anderen Bereichen des Yachtmarkts. 

Jochen Rieker am 28.10.2014

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