Hanseboot 2011
Gunfleet 43 auf der Messe

Richard Matthews hat Oyster Yachts längst verkauft, aber lassen kann er’s nicht. Sein neuestes Schiff wird auf der Hanseboot gezeigt

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 21.10.2011

Gunfleet Marine Mittelcockpit: In dieser Perspektive hat die Gunfleet 43 Ähnlichkeit mit den berühmten Oysters

Die von Tony Castro (Laser SB3) und Jerome Dufour konstruierte Gunfleet 43 lief im August vom Stapel und ist ab 29. Oktober im In-Water-Bereich der Hanseboot erstmals in Deutschland zu sehen. Wer beim Anblick Parallelen zu einer Oyster sieht, liegt nicht verkehrt. Denn Matthews hat nach dem Verkauf von Oyster Marine mit ein paar Kommilitonen von damals eine neue Werft, Gunfleet Marine, im englischen Colchester aufgezogen.

Gunfleet Marine Eleganz und großes Platzangebot dominieren unter Deck

Das Boot, so der Hersteller, ist eine Symbiose von Eleganz, Segelleistung, Komfort und großzügigem Platzangebot, ähnlich wie die berühmten und luxuriösen Oysters. Dabei setzt man auf erprobte Methoden und Materialien: Von Hand verlegtes GFK mit Kevlar und Carbonverstärkungen unter Verwendung von Vinylesterharz. Ein Kiel mit Ballastbombe und tiefem Schwerpunkt, und das vorbalancierte Spatenruder soll dem Boot zu guter Stabilität und Manövrierbarkeit verhelfen.

Gunfleet Marine Das Cockpit mit dem Flightdeck-Steuerstand

Anspruchsvolle Segler wird das moderne 11/12-Rigg mit gering überlappender Rollfock interessieren (Mast- oder Großbaum-Rollreff auf Wunsch) und Trimmleinen, die vom Mittelcockpit aus bedient werden. Dort steht auch der speziell von Lewmar entwickelte Flightdeck-Steuerstand, mit vorn montiertem Rad und großer Bildschirmanzeige.

Gunfleet Marine Hart am Wind: Trotz großen Volumens ist die Gunfleet 43 wohlproportioniert

Unter Deck herrscht eine gediegene Atmosphäre mit Klimaanlage, Platz für 26-Zoll-TV und einer Kombüse, die in Sachen Ausstattung und Platz für hohe Ansprüche geschaffen ist. Das Layout ist aufgeteilt in eine stattlich große Eignerkajüte achtern mit eigenem WC/Duschraum und einer Gästekabine im Vorschiff. Dazwischen der für eine 43-Fuß-Yacht fast gigantische Salon, den die Gunfleet-Leute als „Supersaloon“ bezeichnen.

Natürlich wird auch an Elektronik nicht gespart. Interessant dabei, dass sich Gunfleet für das gewichtssparende CZone-System entschied, das unter Zuhilfenahme der NMEA-2000-Netzwerkverkabelung die Elektrik abspeckt, weil deutlich weniger Draht benötigt wird, wodurch weniger Gewicht und Platz nötig werden.

Während die Gunfleet 43 in Hamburg ihre Deutschland-Premiere feiert, kündigte die Werft schon die Gunfleet 58 und Gunfleet 67 an.

Zum Video und zur Werft-Seite


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