Foiling im Trend

Flyacht 6.50: AC-Cupper im Taschenformat

Yachtdesigner Philippe Briand orientiert sich an der neuesten Generation foilender America's-Cupper und verkleinert die Idee auf ein alltägliches Format

Michael Good am 20.06.2018
Flyacht
Philippe Briand Yacht Design

Es ist und bleibt schon jetzt äußerst spannend im Wettlauf um den nächsten America’s Cup 2021. Der Titelverteidiger Team New Zealand hat das Format und die Class Rules bekannt gegeben. Zur Überraschung aller wird der 36. Cup wieder auf Monohulls ausgesegelt – auf "flugfähigen" Einrumpfbooten mit Foils notabene! Alles zur den Entwicklungen im America's Cup gibt es zum Nachlesen bei YACHT online in der Rubrik America's Cup.

Philippe Briand

Philippe Briand

Der renommierte Schiffskonstrukteur und Naval Architect Philippe Briand möchte nun das ungewöhnlich spannende, aber genauso extreme Konstruktions-Konzept der AC75-Klasse für eine breitere Zielgruppe zugänglich machen. Briand, selbst bisher schon mehrfach in die Entwicklungen von AC-Kampagnen eingebunden, hat dafür die Ideen und die Pläne gleich ziemlich radikal eingedampft, von 23 Metern auf nur 6,50 Meter Rumpflänge, also ins Mini-Format. Das Vorhaben wurde jetzt vom Büro Philippe Briand in London unter dem Projektnamen Flyacht 6.50 vorgestellt. 

36. America's Cup

Das Vorbild: die neuen Einrumpfer für den 36. America's Cup

Erste Renderings zeigen ein kleines Boot mit seitlichen Neigefoils, die auf- und abgesenkt werden können, je nachdem, ob das Boot im Foiling-Modus oder im Verdränger-Modus gesegelt wird. Auch beim Mini-AC-Cupper sind die T-Foils mit Ballastanteilen gefüllt. Damit soll sich das Boot nach einer Kenterung wieder selbstständig aufrichten können. Die Flyacht wird mit einem sogenannten Soft-Wing ausgestattet werden, also mit einem profilierten Flügelsegel, welches sich wie bei einem herkömmlichen Rigg an einem festen Mast setzen und auch reffen lässt. Dazu sind eine Fock sowie ein Code Zero am langen und ausfahrbaren Bugspriet vorgesehen. Die Flyacht soll von zwei Personen gesegelt werden, die auch zudem "hiken", also ausreiten, bis die Foils das Boot bei rund 10 Knoten Speed aus dem Wasser heben. 

Noch befindet sich das Projekt Flyacht 6.50 als Idee auf dem Pult von Konstrukteur Philippe Briand. Gesucht wird jetzt eine Bauwerft, die das Boot in Serie bauen und für einen bezahlbaren Preis auf dem Markt anbieten könnte. Die technischen Daten, die Spezifikationen und eine erste Preiseinordnung sind entsprechend noch nicht definiert. Spannend bleibt das Projekt aber ohnehin. 

Vorstellung Klasse AC75 im Film

Michael Good am 20.06.2018

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