Das besondere Boot
Flugversuche am Genfer See

Die Mirabaud LX braucht keinen Rumpf zum Segeln. Sie fliegt schon bei leichtem Wind auf ihren Tragflächen

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 17.08.2009

YACHT

Die Foiler-Motten waren ihm zu klein. Also brachte der Schweizer Thomas Jundt einem 18-Footer das Fliegen bei. Und entwickelte dann ein Segelboot mit Carbon-Gitterrohrrahmen, das auch ohne Rumpf funktioniert.

Mit drei Mann Crew bringt die Mirabaud LX 420 Kilo auf die Waage. Trotzdem war beim YACHT-Test auf dem Genfer See nur ein Hauch Wind vonnöten, um das kuriose Gefährt aus dem Wasser zu heben.

"Plötzlich wird es still — unheimlich fast", schreibt Cheftester Michael Good in seinem Bericht. "Kein Rauschen, kein Gurgeln, kein Stampfen, kein Spritzen. Zu hören ist nur noch das leise Zischen des dünnen Schwertprofils."

So abgehoben ist das Gefühl beim Segeln — oder besser: Schweben. Dabei erreicht der Foiler schon bei drei Windstärken locker Geschwindigkeiten von bis zu 23 Knoten. Und der geistige Vater des Projekts hofft, die Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern. "Die Konstruktion", so Jundt, "ist mit 170 Kilogramm noch deutlich zu schwer."

Mehr über die Mirabaud LX, die schon ab 7 Knoten Geschwindigkeit auch ganz ohne Auftriebskörper auskommt, steht im großen Bootsporträt — exklusiv bei Europas größtem Segelmagazin.


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Themen: FoilerGenfer Seegoodjundtmirabau

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