Foiling-Boom
Flieger-Flunder Skeeta kommt auch nach Europa

Spannender Foiler-Export aus Australien: Die Skeeta liefert dieselbe Flug-Sensation wie eine Foiler-Moth, soll aber deutlich einfacher zu segeln sein

  • Michael Good
 • Publiziert am 05.03.2018
Skeeta Skeeta Skeeta

QuantBoats Skeeta

Die Firma QuantBoats aus der Schweiz hat sich mit ihren DSS-Foilern einen Namen gemacht. Für Aufsehen sorgen vor allem die Typen mit Scow-Rumpf, die Quant 23 (YACHT 19/2015) als das erste vollständig foilende Kielboot überhaupt, sowie die Quant 17 als Pendant in Jollengröße. Jetzt erweitert Quant-Chef Michael Aeppli seine Flieger-Palette weiter nach unten – mit einem aufregenden Konkurrenzboot zur Foiler-Moth, ebenfalls mit Scow-Rumpf. Der Name: Skeeta. Das Mini-Fliegengewicht kommt aus Australien.

QuantBoats Skeeta

Boote mit Scow-Rümpfen sind in der Moth-Szene nicht neu, vor allem in Australien. Allerdings gelten die kleinen Flundern mittlerweile als überholt. Das soll sich jetzt mit der Skeeta ändern und der Scow innerhalb der Szene ein Comeback bescheren. Die segelfertig nur 43,5 Kilogramm schwere Flunder wird als sogenannter Centerliner mit verstellbaren T-Foils ausgestattet. Die Mechanik ist derjenigen einer Foiler-Moth ganz ähnlich. Der Vorteil des flachen und voluminöseren Rumpfes ist aber, dass man das Boot auch bei Leichtwind immer noch gut und einfach segeln kann. Anfänger werden mit der Skeeta eher zurechtkommen und schneller foilen können als auf der schmalen und äußerst kippeligen Moth. So jedenfalls versprechen es die Konstrukteure aus Australien, die Brüder James und David French.

Gebaut wird das kleine Fluggerät bei Skeeta Foiling Crafts in Melbourne Australien – und zwar als GFK-Konstruktion mit Carbon-Verstärkungen. Die Foils und das Rigg sind dagegen komplett aus Kohlefaser gebaut. Und den Mast kann man in zwei Größen für verschiedene Segelflächen bekommen, nach Gewicht und Größe des Seglers oder nach vorhandener Windstärke. Wie bei einer Foiling-Moth misst ein sogenannter "Wand", ein mechanischer Widerstand-Sensor, die Flughöhe und regelt über eine Schubstange den Anstellwinkel der Foils.

Skeeta

10 Bilder

Skeeta 

Die T-Foils an Schwert und Ruder sind übrigens nur aufgesteckt und können auf Wunsch abgenommen werden. Damit wird die Skeeta als "Lowrider" zur normalen Jolle. Foilen kann man, muss man aber nicht zwingend. Dazu sind die Foils auch aufholbar. So lässt sich die Skeeta ganz normal wie eine Jolle auf dem Slipwagen einwassern und fällt beim Einsteigen auch nicht sofort um. Erst im Wasser werden Schwert und Ruder nach unten ausgestoßen und zum Foilen mit einem Bolzen arretiert. Anders als bei der Moth kann das Segel auf der Skeeta  mit einem Fall gesetzt und selbst auf dem Wasser wieder geborgen werden. Nach dem Segeln muss das Rigg also nicht komplett demoniert werden.

Die Schweizer Firma QuantBoats  importiert die Skeeta jetzt für den Markt in Europa. Abhängig von Wechselkurs und Transportkosten berechnet der Züricher Michi Aeppli aktuell einen Grundpreis von 15.345 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer), komplett segelfertig mit Wasserungswagen und allen Transport-Taschen.

Die Skeeta: Vorstellung im Film

Skeeta Foiler

Lüa (Rumpflänge) 

3,35 m

Breite 

1,35 m

Gewicht (segelfertig)

43,5 kg

Mastlängen 

5,5 m  / 6,0 m (Option)

Segelflächen 

8,0 qm / 9,5 qm (Option) 

Konstrukteur

James & David French


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Themen: FoilermothQuantboatSkeeta

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