Bootsbau
Erste Bilder der neuen Bavaria 55

Lange gab es nur Skizzen,. YACHT online zeigt erstmals Illustrationen der größten und innovativsten Bavaria aller Zeiten

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 27.02.2009

Bavaria Klare Formensprache, konzentrierter Aufbau: Bavaria Cruiser 55

Erste Bilder der neuen Bavaria 55

4 Bilder

Erste Bilder der neuen Bavaria 55

Es ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Werft. Bavaria arbeitete bei der Konzeption der Cruiser 55 mit gleich zwei renommierten Studios zusammen: Farr Yacht Design für die Konstruktion, BMW Group Designworks für die visuelle Gestaltung.

Das erste Boot ist zugleich das größte, das die Werfthallen in Giebelstadt je verlassen wird. Und es markiert eine Wende vom eher einfach gehaltenen Design hin zu einer visuell anspruchsvolleren Konzeption. Zwar kommt die Cruiser 55 betont unaufgeregt daher, verzichtet gänzlich auf vordergründige Effekte. Aber sie strahlt dennoch oder gerade deshalb mehr Klasse und Raffinesse aus als die Entwürfe der letzten 10, 15 Jahre.

Wie schon bei der Überarbeitung des Einrichtungsstils, der vor einem Jahr mit der 43 Cruiser spürbar modernere Akzente bekam, legt der größte deutsche Yachtbauer jetzt auch in der Linienführung zu.

Die fünf Rumpffenster pro Seite sind schmal gehalten und in eine breite Zierlinie integriert. Das Deck ist bündig verlegt, kein Lukendeckel ragt über die Teakstäbe. Im Kajütaufbau, der sehr versammelt wirkt und dessen fast lotrechte Kante an das Design der neuen Najad 505 erinnert, sind zwei ebenfalls bündige Lichtbänder integriert.

Und wenn die Vorgaben gehalten werden, nimmt mit dem Farr-Entwurf wohl auch die Leistungsfähigkeit zu. Jedenfalls verfügt die Cruiser 55 im Standard über eine Segeltragezahl von fast 4,8 — sehr viel näher am sportlichen als am gemütlichen Fahrtensegel-Bereich.

Dabei offeriert die moderne Rigg-Konfiguration die Möglichkeit, sowohl eine nur leicht überlappende 107-Prozent-Genua zu fahren, die Manöver stark vereinfacht; für Leichtwind sind aber auch Schotschienen und Blöcke für eine große Genua 1 vormontiert.

Die vielleicht überraschendste technische Besonderheit ist die Doppelruder-Anlage. Das gibt es in diesem Segment bisher kaum. Der Vorteil: Das breite Heck der Cruiser 55 vertrimmt bei Lage nicht so stark, weil das leewärtige Ruder stets optimal angeströmt wird. Die Nachteile des höheren Widerstands bei Leichtwind lassen sich über mehr Segelfläche (Genua 1) kompensieren. Und noch etwas spricht für die technisch aufwändige Konfiguration: Im Heck kann hinter der breiten Klappe ein Dingi gestaut werden, weil Ruderwellen und Quadranten seitlich liegen.

Vorläufige Technische Daten Bavaria Cruiser 55
Rumpflänge: 16,60 m
Breite: 4,75 m
Segelfläche: 139 m2
Segeltragezahl STZ: 4,78
Gewicht: 15 t
Ballastanteil: 33%
Tiefgang Option/Standard: 1.90/2,35 m
Masthöhe: 22 m
Motor: Volvo Penta D3 110 PS
Kabinen: 3 - 5


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Themen: 55BavariaBMW DesignworksCruiserFarr

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