Qorning Boats

Dragonfly 40: die neue, große Libelle

Die Trimaran-Spezialisten in Dänemark stellen ein neues Flaggschiff vor und schenken gleichzeitig dem beliebten Dragonfly 32 neue Seitenrümpfe

Michael Good am 17.08.2018
Dragonfly 40
Dragonfly

Neuer Dragonfly 40, mit großem Cockpit, doppelten Steuerrädern und Wavepiercer-Bugen

Es tut sich was bei Quorning Boats im dänischen Fredericia – ein neues Zwölf-Meter-Schiff ist für die Saison 2019 angekündigt. Mit dem Dragonfly 40 will Werftchef Jens Quorning das große Längensegment wieder neu bedienen und stellt einen späten Nachfolger für den Dragonfly 1200 vor, welcher lediglich bis 2007 gebaut worden ist. Als augenfälligste Neuheit zeigt der neue Trimaran ein sehr großzügig angelegtes Cockpit mit doppelten Steuerrädern sowie eine konsequente Rückführung aller Schoten, Fallen und Trimmleinen zurück auf zwei Winschenpodeste vor den Steuersäulen. So wird der Rudergänger auch im Alleingang gleichzeitig steuern und die Segel trimmen können. Das einfache Handling sowie die ultimative Einhandtauglichkeit stehen im Fokus des Konzepts. Ebenfalls neu bei Dragonfly: Der Heckabschluss wird als Badeplattform abklappbar sein. 

Dragonfly 40

Dragonfly 40 

Der Dragonfly 40 wird in zwei Varianten (Touring/Ultimate) angeboten. Dabei unterschieden sich lediglich die Größen der Riggs sowie die Abmessungen der Segel. Die sportlichere Ultimate-Ausführung wird einen um zwei Meter höheren Mast sowie am Wind etwa 23 Quadratmeter mehr Segelfläche tragen. In beiden Fällen aber wird der Trimaran ab Werft mit einem Kohlefaser-Rigg ausgestattet. An einer fest angebauten Bugnase kann zudem ein Gennaker oder ein Code Zero angeschlagen werden. Der Rüssel dient überdies als Ankerhalterung sowie als Tritt für leichteres An- und Vonbord-Kommen. Natürlich wird auch der neue Dragonfly 40 mit zurückklappbaren Seitenrümpfen gebaut. Damit kann die Breite von maximal 8,40 Meter auf 4,00 Meter reduziert werden. So ist der stattliche Trimaran für das Einparken im Hafen etwa so breit wie herkömmliche Tourenschiffe derselben Länge. 

Dragonfly 40

Dragonfly 40 

Das Layout unter Deck sieht eine Doppelkabine im Vorschiff des Mittelrumpfs sowie eine weitere Kammer im Achterschiff vor, welche unter den Cockpitboden gebaut ist. Dazu gibt es eine abgetrennte Nasszelle sowie eine recht großzügig arrangierte Pantry. Die 40-PS-Maschine mit Saildrive ist ganz hinten im Mittelrumpf eingebaut. 

Der erste Dragonfly 40 wird im Mai 2019 fertig sein. Die Preisansage aus dem Hause Quorning Boats geht derzeit für das Basismodell von 506.500 Euro aus, inklusive der Segel und inklusive Mehrwertsteuer. Die Version Ultimate soll für 535.000 Euro erhältlich sein. 

Neue Rümpfe für die Dragonfly 32

Gleichzeitig mit der Vorstellung des Dragonfly 40 gibt Quorning Boats eine zweite Neuheit bekannt: Der Dragonfly 32 (Test in YACHT 17/2012) kommt mit voluminöseren Seitenrümpfen und Wavepiercer-Bugen. Die Werft verspricht sich damit deutlich bessere Segeleigenschaften und mehr Leistungskraft vor allem bei viel Wind und höheren Wellen. Außerdem wird der Innenausbau mit anderen Holzsorten ein optisches Update erhalten. Der neue Dragonfly 32 Evolution mit den neuen Seitenschwimmern wird im Januar auf der Messe boot Düsseldorf vorgestellt werden. Sein Preis: 330.000 Euro brutto, inklusive der Segel.

Dragonfly 32 Evolution

Dragonfly 32 Evolution, mit mehr Volumen in den Seitenrümpfen und negativem Bugsteven

Technische Daten Dragonfly 40
Kontrukteur Jens Quorning
CE-Entwurfskategorie A (6) / B(8) 
Gesamtlänge  12,10 m
Lüa (Länge Mittelrumpf) 11,60 m
Länge mit eingefalteten Schwimmern 13,50 m
Breite  8,40 m
Breite mit eingefalteten Schwimmern 4,00 m
Tiefgang (Klappschwert)  0,70–2,10 m
Gewicht segelfertig  4,9 t
Großsegel (Touring / Ultimate) 60,0 / 78,0 qm
Genua (Touring / Ultimate) 33,0 / 38,0 qm
Code Zero  75,0 qm
Gennaker  140,0 qm
Masthöhe (Touring / Ultimate)  16,50 m / 18,50 m
Maschine  29 kW / 40 PS

Der Test des kleinen Dragonfly 25 bei YACHT tv

Der kleinste Tri der dänischen Multi-Bauer im Test

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Michael Good am 17.08.2018

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