Grand Soleil 42 LC
Die Neue unter der Sonne

Cantiere del Pardo in Italien erweitert sein LC-Programm (Long Cruise) mit einem neuen 42-Fußer. Das Schiff soll bereits im September vorgestellt werden

  • Michael Good
 • Publiziert am 28.06.2019
Grand Soleil 42 LC Grand Soleil 42 LC Grand Soleil 42 LC

Cantiere del Pardo Grand Soleil 42 LC

Selbst bei genauem Hinsehen ergeben sich äußerlich kaum wirklich nennenswerte Unterschiede zur größeren Schwester Grand Soleil 46 LC, mit welcher die Werft in der italienischen Bootsbauer-Hochburg Forli im Jahr 2015 den Auftakt in die neue Blauwasser-Linie vollzogen hatte (Test in YACHT 14/2015). Bezüglich der Optik, des Designs, des Deckslayouts und der Ausstattung an Deck präsentieren sich die Schwestern nahezu wie eineiige Zwillinge. Nur ist das neue Schiff, die 42 LC, eben gut einen Meter kürzer.

Dennoch differenzieren sich die Konzepte. Für die 42 LC wird die Werft jetzt grundsätzlich zwei Varianten anbieten. Die Standard-Version richtet sich weiterhin an Tourensegler und ist zum entspannten, sicheren Cruisen mit einem Targabügel aus Kohlefaser über dem Cockpit, einer Selbstwendefock und sowie mit zwei zusätzlichen Stauboxen achtern ausgestattet, die auch als Sitze für den Steuermann dienen. In der Sport-Version wird dasselbe Schiff mit einem höheren Rigg und Rod-Wanten ausgerüstet. In dem Fall fällt auch der Targabügel weg, und es wird dafür ein Traveller für die Großschotführung im Cockpitboden eingebaut. Und anstelle des Selbstwendefock ist eine Genua mit einer kurzen Überlappung von 106 Prozent vorgesehen. Für die größere Schwester Grand Soleil 46 LC kann die Werft im Grunde dieselben Optionen zwar auch anbieten, nur sind diese nicht speziell in Paketen gebündelt. Der Bugspriet aus Kohlefaser ist bei beiden Versionen bereits im Standard-Lieferumfang enthalten. Daran können wahlweise ein Gennaker oder ein Code-Zero gesetzt werden. Der Rüssel dient zudem als Ankerhaltung.

Grand Soleil 42 LC

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Grand Soleil 42 LC

Fallen, Schoten und alle Trimmleinen werden auch beim neuen Schiff unter Deck vom Mastfuß auf die Trimmstationen direkt vor den Steuersäulen umgelenkt und dort auf zwei großen Winschen bedient, für die es auch elektrische Antriebe gibt. Damit bleibt das Cockpit für die Gäste unverbaut, und der Steuermann kann die Funktionen in seinem Arbeitsbereich auch selbst bedienen. Die gute Einhandtauglichkeit hat die YACHT bereits beim Test der 46 LC herausgestrichen. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass die beiden Winschen sehr dicht zusammen und nahe an der Stopperbatterien stehen. Deshalb müssen die Schotführungen für reibungslose Abläufe in den Manövern auch entsprechend gut geordnet und vorbereitet werden. Das wird beim neuen Schiff aufgrund des identischen Cockpitlayouts nicht anders sein.

Cantiere del Pardo Grand Soleil 42 LC: Ausbauvarianten mit zwei oder drei Doppelkabinen sind möglich, dazu zwei sehr geräumige Bäder mit Duschabteil

Auch für den Ausbau unter Deck übernimmt das Konzept der 42 LC im Wesentlichen das Layout ihrer größeren Schwester. Standard ist auch hier der Ausbau mit drei Kabinen und zwei sehr großzügig angelegten Nasszellen mit jeweils eigenem Duschbereich. Alternativ dazu kann die Werft die Achterkabine auf der Steuerbordseite größer ausbauen und dafür das Längsschott hinten versetzen. In dem Fall fällt die zweite Achterkabine achtern weg und macht einer großen Backskiste Platz. Dazu kann auf Wunsch die Pantry noch vergrößert werden oder das gewonnene Raumvolumen als begehbarer Schrank oder als Technik-Raum genutzt werden. Der Kunde hat hier freie Wahl.

Das erste Schiff wird zum September 2019 fertig werden und ist als Premiere für die Messe in Cannes angekündigt. Seit diesem Frühjahr ist die Firma Diamond Yachts in Laboe der offizielle Vertriebspartner für Grand Soleil in Deutschland. Händler Dines Pontoppidan nennt einen Grundpreis von 367.700 Euro brutto. Zum Vergleich: Die rund einen Meter größere Grand Soleil 46 LC kostet aktuell 451.000 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Konstrukteur

Marco Lostuzzi Yacht Design 

CE-Entwurfskategorie 

A

Rumpflänge 

12,90 m

Gesamtlänge (mit Bugspriet)

13,85 m

Länge Wasserlinie 

11,92 m

Breite 

4,16 m

Tiefgang 

2,25 m

Gewicht 

9,6 t

Ballast / -anteil 

2,9 t / 30 %

Motorisierung / optional 

Volvo Penta 50 PS Saildrive / optional (60/75PS) 

Segelfläche am Wind

103,5 qm 

Kapazität Frischwasser

300 l

Kapazität Treibstoff 

200 l

Der erste Typ der neuen Fahrtenlinie von Cantiere del Pardo aus Italien im Test bei YACHT tv


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