Aus Holland

Daysailer DayM8: bester Segelkumpel

„M-Eight" wird gesprochen „Mate", das heißt so viel wie bester Freund. Und mit einem solchen hat man Spaß und schlägt sich auch mal die Nächte um die Ohren

Alexander Worms am 19.03.2018
DayM8
Werft

Alles kein Problem für den DayM8. Die Kajüte bringt das Nötigste mit, wenn es mal wieder länger dauert: Schlafen für vier, auf Wunsch ein WC, ein Kühlschapp und ein Kocher. Dabei ist unter Deck alles fein verarbeitet: Die Stoffe gefallen, sind aber überdies wählbar. Mehr zum Thema drinnen? Nein, denn der Rest ist umso spannender.

Als der Autor das Schiff erstmals sieht, schießt ein Name direkt durch den Kopf: André Hoek. Lotrechter Steven, auslaufendes Heck, Süll um die Liegefläche achtern. Fehlen nur der eckige Aufbau und die berühmten Dreiecke in ebendiesem Süll über dem Spiegel, und es wäre klar, dass der Magier wieder gezaubert hat. Aber: „Ich habe das Schiff selbst gezeichnet", erklärt Klaas Bood. Der Werftbesitzer – im niederländischen Wassersport beileibe kein Unbekannter – ergänzt jedoch: „Ich habe schon häufiger für André gearbeitet, mir gefallen seine Linien. Das hier ist aber ein eigenständiges Design, es ist insgesamt runder". Und das stimmt.

Fotostrecke: Daysailer DayM8

Wie immer beim Daysailer zählen zwei Dinge: Cockpit und Segelleistung. Auf der Messe in Amsterdam lässt sich Letzteres schwerlich überprüfen, das Cockpit aber passt. Die Fallen und Trimmleinen enden auf dem Kajütdach neben dem Niedergang. Die Großschot kommt ohne Traveller aus und ist im hinteren Teil des Cockpits angeschlagen. Schotwinschen stehen neben dem Cockpitsüll. Die bleiben am Wind arbeitslos, denn auf hohen Kursen wird selbstgewendet. Achtern der Pinne gibt es eine süllumrandete Liegefläche. 

Einzig der Niedergang ist ein wenig zu klein geraten. Das Schiff hat kein Schiebeluk, sondern Einlege- und Steckteile, das spart die Schiebelukgarage, die die Optik an Deck stören würde und weitere Organizer auf dem Dach erforderlich macht. Über Optimierungsmöglichkeiten diesbezüglich denkt die Werft derzeit noch nach. 

Thema Antrieb: Es gibt im Grundpreis keinen, da die Wahlmöglichkeiten vielfältig sind. Möglich sind Außenborder im Schacht, Elektromotor mit Lithium-Akkus oder ein kleiner Yanmar-Diesel. Gebaut wird das Schiff von Hoora in Heeg im Vakuuminfusionsverfahren. Die Außenlagen werden in Vinylester ausgeführt, das Deck hat einen Schaumkern, und an Montagepunkten für Beschläge sind Aluminiumplatten verbaut.

Segelklar ohne Motor kostet der DayM8 59.450 Euro inkl. 21 Prozent Mehrwertsteuer. Selbst wenn für Antrieb und Zubehör noch 20.000 Euro hinzukämen, wäre das ein gutes Angebot: hübsche Linien, gut gebaut und aller Voraussicht nach auch auf dem Wasser kein Spielverderber.

bybood.com

Der spannende Daysailer LA 28 im Test auf der Müritz

Alexander Worms am 19.03.2018

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online