Neue Boote
Das sechste Element im feinen Gewand

Viel Kohlefaser, atemberaubende Linien und nur vom Feinsten. Das sind die Eckpunkte der Essence 33, die auf der Hiswa ihre Premiere feierte

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 08.03.2013

A. Worms Besonders Fans klassischer Linien werden sich an einem solchen Heck erfreuen

Über Wasser ein echter Klassiker: Schlankes Yachtheck, Schanzkleid, ein leichter Deckssprung und dazu der senkrechte Steven. Angelehnt an traditionelle Lotsenkutter, kommt das Hoek Design als eine handliche Version der größeren Geniestreiche des erfolgreichen Superyacht-Designers daher. Unterhalb des Wasserpasses ist sie auf der Höhe der Zeit: In der Messehalle der Amsterdamer Hiswa steht sie in luftiger Höhe wegen des langen, schlanken T-Kiels mit Bleibombe. Das Gesamtkonzept gefällt und macht Eindruck: Die Leute bleiben stehen, bewundern und erfreuen sich an den Linien.

Auch von oben hübsch anzusehen

Doch auch an Deck weiß der Daysailer mit kleiner Kajüte zu gefallen: Lange bequeme Duchten im Cockpit, alle Fallen und Trimmleinen auf E-Winschen direkt beim Steuermann umgelenkt und eine große Liegefläche achtern, auf der sich Mann wie Frau gleichermaßen wohlfühlen werden. Auch die Steuerposition passt, egal ob im Stehen oder von den Duchten aus: Das Alurad ist stets gut zu erreichen.

Essence 33

7 Bilder

Daysailer von Andre Hoek, hübsch, viel Kohlefaser

Unter Deck nichts Neues

Unter Deck Erwartbares: Liegemöglichkeiten für maximal vier Personen, ein kleines Waschbecken, ein WC und auf Wunsch ein Gaskocher. Ob der wirklich gebraucht wird? Mit solch einem Boot fährt man ins Restaurant. Das sollte schon drin sein, immerhin mussten vorher unglaubliche 360.000 Euro für das voll ausgestattete 2,7 Tonnen leichte Schiff den Besitzer wechseln. Aber genau da steckt der Teufel im Detail: Schwere Schiffe bauen kostet nicht viel.

Wert-voll

Will man aber ein Zehn-Meter-Boot mit klassischen Linien, also schlankem Heck, dennoch im zweistelligen Knotenbereich segeln lassen, so darf es keinesfalls zu viel auf die Waage bringen. Das hat sich die Werft zu Herzen genommen: Kohlefaser in weiten Teilen des Rumpfes auf einem hochdichten Schaumkern im Vakuuminfusionsverfahren und in den Niederlanden mit Lloydsabnahme hergestellt. Viel aufwändiger kann man nicht bauen. Da passen Kohlemast, E-Winschen, Led-Posis und Li-Ion-Akkus einfach gut ins Bild. Was beim Ausstellungsboot ebenfalls die Kosten hochtrieb: Der E-Antrieb von Bellmann, für den allein Akkus im Wert von 18.000 Euro verbaut wurden.

Für Wen?

Doch das ist der angepeilten Zielgruppe egal. „Viele Kunden haben an anderer Stelle eine große Yacht liegen, oft auch von Hoek Design. Die suchen dann ein Schiff, um daheim mal für einige Stunden aufs Wasser zu kommen und um dort pures Segelvergnügen zu erleben. Dafür ist die Essence 33 geradezu ideal", so Michel Hof, der Chef von Essence Yachts aus Koudekerk am Rhein. „Und wer die Qualität und die Standards einer großen Yacht gewohnt ist, der will, was das angeht, nicht mehr zurück."


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Themen: Andre HoekDaysailerEssence 33Kohlefaserteuer

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