Comar Yachts

Coole Optik, aufregende Ideen

Comar Yachts in Italien kündigt schon das dritte Schiff für die neue Katamaran-Linie an. Der Cat 50 zeigt einige spannende Besonderheiten

Michael Good am 03.03.2015
Comet Cat 50

Comet Cat 50 

Der erste Katamaran aus der italienischen Traditionswerft in Fiumicino nahe Rom (Comet Cat 37) wird schon im April auf der Messe Le Salon du Multicoque in La Grande Motte in Südfrankreich präsentiert werden. Aktuell im Bau befindet sich das Flaggschiff des Katamaran-Programms, der Comet Cat 62. Jetzt kündigt die Werft den Brückenschlag zwischen den Modellen an und präsentiert erste Pläne für den Cat 50.

Auch der neue Katamaran von Comar stammt aus dem Konstruktionsbüro des Franzosen Marc Lombard. Dessen Name steht für hohe Sportlichkeit und eine auffällige Formensprache, auch bei Katamaranen. So zeigt der Cat 50 von Comar lange, dafür vergleichsweise schlanke Rümpfe mit scharf geformten, negativ abfallenden Bugsteven in "Wavepiercer"-Optik. Dazu wird dem Boot ein fester und langer Bugspriet angebaut. Daran wird man einen rollbaren Code Zero für schnelle Raumwindkurse anschlagen können. Auf Wunsch könnte das Boot auch für mehr Leistungsfähigkeit zusätzlich mit aufholbaren Seitenschwertern bestückt werden. 

Comet Cat 50

Comet Cat 50 

Anders als bei vielen aktuellen Katamaran-Konzepten wurde beim Cat 50 auf eine Selbstwendefock verzichtet. Die Standard-Besegelung kommt mit einer überlappenden Genua mit den Holepunkten auf dem Kajütdach. Dafür ist vor dem Mast ein Gästecockpit mit zwei Sitzgruppen in der Decksform versenkt eingebaut. Von hier aus sollen auch die Fallen bedient werden – eine spezielle Anordnung. Einen direkten Zugang vom Salon zum Gästecockpit davor ist aber nicht vorgesehen. 

Interessant ist auch die Anordnung der Ruderstände. Unter Segeln arbeitet der Steuermann in geschützter Position ganz hinten auf dem Niveau des Gästecockpits. Dorthin laufen auch die Schoten für Groß und Genua. Und: Der auf Katamaranen besonders wichtige Traveller ist ebenfalls unmittelbar bedienbar. Dieses Arrangement hat Konstrukteur Lombard bereits für die Open 40 von Nautitech Yachts in ähnlicher Form umgesetzt. Im YACHT-Test (Heft 18/2014) hat sich diese Gestaltung auch bestens bewährt. Der Steuermann arbeitet hier mit ausgesprochen guter Übersicht. Auch der Cat 37 wird ein ähnliches Layout erhalten. 

Fotostrecke: Comet Cat 50

Beim Cat 50 ist allerdings noch ein dritter, kleinerer Steuerstand seitlich erhöht angebaut. Die Idee: Von hier aus soll das Schiff im Hafen manövriert werden. Alle vier Schiffsenden werden aus dieser Position besser einsehbar sein. Oben auf der Flybridge ist zudem ein Lounge-Bereich eingerichtet, wo man sich entspannen und sonnenbaden kann.  

Für das Interieur stehen Ausbauvarianten mit drei oder vier Kabinen zur Auswahl. Auf Wunsch machbar ist auch eine Kabine für den Skipper mit eigener Nasszelle und einem separaten Zugang aus dem Front-Cockpit. Comar Yachts kann derzeit noch keinen Preis für den Cat 50 nennen. Das Boot wird zum Frühjahr 2016 fertig werden. 

Technische Daten Comet Cat 50
Lüa (Rumpflänge) 15,10 m
Gesamtlänge (mit Bugspriet) 16,60 m
Breite 7,30 m
Gewicht (leer) 11,0 t
Tiefgang (ohne Schwerter)  0,90 m
Tiefgang (mit Schwertern) 2,45 m
Durchfahrtshöhe  23,40 m
Großsegel  87,3 qm
Genua  55,0 qm
Code Zero  115,0 qm
Motorisierung  2 x 60 PS / Saildrive
Michael Good am 03.03.2015

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online