Neue Boote
Comeback einer Legende: Waarschip ist wieder da

Mit neuen Eigentümern und frischen Ideen will die holländische Traditionsmarke wieder auf die Beine kommen. Die neue W36 wird es in zwei Versionen geben

  • Michael Good
 • Publiziert am 14.02.2019
Waarschip W36 Life Waarschip W36 Life Waarschip W36 Life

Waarschip Waarschip W36 Life

Lange Zeit war es still um die bekannte, ja fast schon legendäre Marke Waarschip aus Holland. Nach Jahren der Ungewissheit mit zahlreichen Übernahmen und Eignerwechseln scheint die Werft aus Delfzijl jetzt wieder Boden unter der Füßen zu bekommen. Und, es wird auch gleich ein spannendes Projekt angekündigt. Geplant ist ein neues Serienboot, die Waarschip W36. Der Tradition der Werft folgend werden die Decks und die Rümpfe bei Waarschip weiterhin aus Sperrholz gebaut und dazu mit mehreren Lagen GFK überzogen.

Spannend: Die W36 soll es in zwei komplett unterschiedlichen Ausführungen geben. Die Version Life präsentiert sich als ein echter Performance-Cruiser mit T-Kiel, einem leistungsfähigen Rigg sowie einem auf Mannschaftsleistung ausgerichteten Cockpitlayout mit zwei Steuerrädern. In der Variante Duo dagegen kommt das Boot als Offshore-Racer mit einem starken Fokus auf den Ein- oder Zweihand-Betrieb. Der Duo-Ausführung wird ein langer Bugspriet fest angebaut, dazu ein T-Kiel mit noch mehr Tiefgang, aber weniger Ballastanteil sowie zwei Ruderblätter. Gesteuert wird dieses Schiff mit Pinne. Der Niedergang erhält zum Schutz vor überkommenden Wasser einen kleinen Dodger.

Waarschip Die W36 in der Version Duo – ausgelegt für Offshore-Kurse ein- oder zweihand

Auch innen zeigen sich Unterschiede. Für die touren- und familientaugliche Version Life sind eine abgetrennte Vorschiffskabine sowie daneben eine separierte Nasszelle vorgesehen. Eine Küchennische wird vorn im Salon an das Hauptschott gebaut. Auf den Sofas im Salon können zusätzlich zwei Personen übernachten, und achtern stehen beidseitig nochmals jeweils Einzelkojen zur Verfügung. Bei der sportlicheren Variante Duo bleibt das Vorschiff leer und kann als Segelstauraum genutzt werden. Hier ist die Toilette funktional auf das Allernötigste reduziert. Auch wird bei diesem Boot auf einen Salontisch verzichtet.

Der stark abgeänderte Prototyp der W36 kam bereits bei der ORC/IRC-Offshore-Segelweltmeisterschaft im Juli 2018 in Den Haag in Holland zum Einsatz. Der knallgelbe Renner ohne Kajütaufbau mit dem Namen "Hubo" hat in der kleinsten Klasse C aus dem Stand und mit nur minimaler Vorbereitungszeit gleich den 12. Rang (bei 50 Teilnehmern) erreicht. Im ungewöhnlich hochkarätig besetzten Feld ist dieses Resultat durchaus als Erfolg zu werten. Skipper der "Hubo" war übrigens der holländische Spitzensegler Erik Van Vuuren, welcher nun zusammen mit seiner Frau Yvonne Beusker die Marke Waarschip als neuer Eigentümer übernehmen will. Die Verhandlungen sind noch im Gang.

Das erste Serienboot soll aber bald auf Kiel gelegt und 2020 als Neuheit auf dem Markt vorgestellt werden. Konkrete Typen-Spezifikationen oder Preislisten gibt es derzeit noch nicht. Erik Van Vuuren rechnet zur Einführung mit einem Grundpreis von rund 232.000 Euro für beide Versionen der W36.

Waarschip W36

8 Bilder

Waarschip W36

Konstrukteur 

Peltzer Performance Yacht Design

CE-Entwurfskategorie 

A (Hochsee) 

Lüa (Rumpflänge)

10,95 m

Breite 

3,60 m

Tiefgang 

2,05 / 2,25 m 

Gewicht 

4,6 / 4,2 t

Großsegel 

42,0 qm

Genua 

31,0 qm

Gennaker

105,0  / 120,0 qm

Code Zero 

92,0 qm 

Motorisierung 

Elektro oder Einbaumaschine (28 PS) 

Preis

232.050 Euro (inkl. 19 % MWSt)


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