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Catana in Nöten

Gnadenfrist geht dem Ende zu

  • Sascha Burkhardt
 • Publiziert am 30.04.2003

H.-G. Kiesel Catana 431

Die Situation für den südfranzösischen Hersteller von Luxuskatamaranen wird offenbar immer kritischer. Hundert Mitarbeiter protestierten in den Straßen von Perpignan und wurden von Behördenvertretern in der Präfektur zu Gesprächen empfangen.

Seit dem 31. Januar befindet sich die Firma unter der Kontrolle eines gerichtlich bestellten Administrators, und im Februar sind 36 Belegschaftsangehörige entlassen worden. Nun sind nach Auskunft der regionalen Tageszeitung "L'Indépendant" weitere 120 und damit die Hälfte des verbliebenen Personals von der Entlassung bedroht.

Und selbst mit diesem stark reduzierten Mitarbeiterstamm soll die Zukunft der Firma noch auf der Kippe stehen: Wenn bis 15. Mai nicht frisches Kapital in Höhe von 5 Millionen Euro gefunden würde, droht laut "L'Indépendant" der Konkurs.

Im letzten Geschäftsjahr hatte der Umsatz noch 37,5 Millionen Euro betragen, 47 Schiffe wurden verkauft. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Bestellungen auf ein Drittel geschrumpft sein. Vor allem der wichtige amerikanische Markt sei in den letzten Monaten stark zurückgegangen.

Die Firma hatte sich weltweit unter allen Sportschiffswerften auf die 11. Position vorgekämpft und noch im letzten Jahr eine neue, hochmoderne Produktionshalle in Lorient an der Atlantikküste bezogen.


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Themen: CatanagnadenfristKontrolle

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