Messe
boot-Premiere IX: Saffier SE 33

Zehn Meter lang, riesiges Cockpit, Bunny-Pad achtern, Schlupfkajüte und zwei Steuerräder: Das ist neu. Saffiers Gran-Turismo-Daysailer

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 27.01.2013

Saffier Yachts Ein Daysailer mit zwei Rädern, Liegefläche achtern und klappbarer Badeplattform: Die Saffier SE 33

Sie erinnert an Alfa Romeos Spider, an einen Maserati oder vielleicht sogar an einen E-Type von Jaguar: super schick, zeitlos elegant, mit dem Zeug zum Klassiker und auch ein bißchen Chauvi. Das findet auch Dennis Hennevanger, einer der beiden Chefs der Werft: "Gestern hat ein Besucher hier auf der Messe gesagt, es sei eine 'Testosteron-Yacht', das gefällt mir."

Im Geiste entführt einen das Schiff auf der Ausstellung aufs Wasser: Man stellt sich vor, auf einem nachmittäglichen Ausflug mit netten Leuten unterwegs zu sein, der Prosecco macht die Runde, natürlich am Skipper vorbei, achtern des großen Travellers wird sich gesonnt, und im Cockpit finden die Gäste bequeme Sitzmöglichkeiten. Beim Badestopp sinkt die Plattform aufs Wasser und erleichtert so den Zugang zu einer Abkühlung für die Mitreisenden.

Saffier SE 33

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Die neue Saffier SE 33

Auf dem Weg zurück in den Hafen zeigt die Saffier, was sie kann: Gegen den Wind wird es, Saffier-typisch, mit der Selbstwendefock zügig vorangehen, liegt das Ziel eher in Lee, hilft der 75-Quadratmeter-Gennaker, das Schiff auf Touren zu bringen. Wie immer hat auch bei der SE 33 der Konstrukteur Dean Hennevanger die Bedienleinen für die Segel direkt vor dem Steuermann enden lassen. Dort wartet auf Wunsch eine elektrische Winsch auf Arbeit.

Die Richtung wird, wie gesagt, mit zwei Steuerrädern bestimmt. Zu viel für zehn Meter? "Nein, wir finden, das passt", so Dennis Hennevanger. "Was wären die Alternativen? Ein großes Rad? Da wäre der freie Durchgang auf die große Sonnenliege blockiert, das wäre doch schade. Eine Pinne? Das passt nicht zum Konzept. Nein, so ist das sehr gut gelöst, finden wir." Und bei näherer Betrachtung hat er damit wohl auch recht.

Ein weiteres hübsches Detail: Achtern des Cockpits erstreckt sich eine große Sonnenliege, neudeutsch und bei der Motorboot-Fraktion Bunny-Pad genannt. Die ist durch ein etwa 15 Zentimeter hohes Süll geschützt. Klappt die Badeplattform hoch, ist auch achtern der versehentliche Weg ins Wasser verwehrt. Unterhalb der Liege wartet großer Stauraum auf Zuladung. "Da passt eine Kühlbox rein, dann hat man aus dem Cockpit gleich Zugriff auf kühle Getränke", so Hennevanger.

Unter Deck? Zwei Bänke, die notfalls als Schlafstatt herhalten, und eine V-Koje mit 2,05 Meter Länge vorn. Darunter ein WC. Weiterhin gibt es eine Mini-Pantry und ein Ölzeugschapp. Für ein Wochenende langt’s, und mehr muss auch nicht. Preislich startet die Saffier mit 112.500 Euro ins Rennen um Kunden. Das passt. Schließlich ist das Konzept neu, und diese Exklusivität hat ja auch einen gewissen Wert. Auf jeden Fall haben die Gebrüder Hennevanger mit der SE 33 die Segelwelt um ein spannendes neuartiges Bootskonzept bereichert.

Zu sehen in Halle 16, Stand A 41 oder unter www.saffieryachts.com


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Themen: Boot 2012boot-premiereDaysailerDoppelsteuerPremierenSaffier SE 33Saffier SE 33 Cabrio

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