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Bomben für Boote

Wie ein Kiel entsteht

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 26.01.2007

YACHT

Er verrichtet seinen Dienst im Verborgenen. Viele Segler schenken ihm erst Beachtung, wenn sein Tiefgang die Hafeneinfahrt unmöglich macht oder es bei der Grundberührung heftig rumpelt: der Kiel. Dabei steckt in dem vermeintlich simplen Metallklotz viel technische Finesse.

Bevor in der Gießerei eine Form entsteht, wenden Konstrukteure viel Arbeit für den Konterpart zu Segelfläche und Rigg auf. Ideale Form und Gewichtsverteilung müssen Anforderungen wie maximaler gewünschter Tiefgang, Baumöglichkeiten des Rumpfes und natürlich auch dem Preis angepasst werden. Hinzu kommen die Lasten, die ein Kiel auf den Rumpf ausübt, und zwar nicht nur, wenn er bei normalem Segelbetrieb die Yacht durch Hebelkraft aufrichtet.

Noch komplexer wird es, wenn eine Yacht eine Grundberührung hat. Trotz aller Computertechnik können die Konstrukteure diese dynamischen Kräfte bis heute nicht exakt berechnen. Wie der Rumpf deshalb auf die Aufnahme solcher schwer kalkulierbaren Lastspitzen vorbereitet wird, ist eine der wichtigsten Sicherheitsfragen bei der Konstruktion einer Yacht.

Doch auch die eigentliche Produktion der Kiele überrascht mit unerwarteten Details: etwa dass die Formen zum Guss vielfach immer noch aus Sand hergestellt werden oder dass die Kielbolzen zum Teil im Metall des Anhangs mit einem komplexen Gerüst verankert werden müssen. Oder unerwartete Materialtrends: Heute werden die meisten Kiele im Komposit-Bauverfahren hergestellt.

Der ausführliche Report in YACHT Nr. 3/07, jetzt im Zeitschriftenhandel erhältlich.


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Themen: anatomieBombebootKielSerie

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