Bootsbau
Bente ist zurück

Der Hafenbetreiber und Händler Ultramarin hat die Rechte der jungen Werft aufgekauft und will das Programm fortführen. Bente 28 weiter im Plan

  • Fridtjof Gunkel
 • Publiziert am 05.05.2020
Bente ist zurück Bente ist zurück Bente ist zurück

YACHT/M.-S. Kreplin Bente ist zurück

Sie waren laut und lustig, anders und sympathisch: Als Konstrukteur Alexander Vrolijk und der Werber Stephan Boden 2014 mit neuen Ideen und frischen Ansätzen die Szene bereicherten, schien der Erfolg kaum zu stoppen. Team und Produkte waren in aller Munde, die Bente 24 verkaufte sich prächtig. Dann der überraschende Sprung zum zweiten Modell: Die 39 setzte wieder Ausrufezeichen mit einem einzigartigen, fast vollverglasten Aufbau und erhöhtem Steuersitz, radikaler Racer-Optik und Fahrtenqualitäten. Und eine massentauglichere 28 sollte das Programm erweitern.

YACHT / J. Kubica Bente 39 auf der Kieler Förde

Dann das Aus: "Das Unternehmen geriet aufgrund der hohen Entwicklungskosten für bestehende und in Planung befindliche Yachtmodelle in Schieflage. Zudem hatten strategische Entscheidungen in der Vergangenheit nicht die erhoffte Wirkung erzielt", so der Insolvenzverwalter Hendrik Heerma aus Hamburg, der unter anderem bereits die Elsflether Werft mit dem Sanierungsfall "Gorch Fock" betreut hatte. Am 1. April wurde das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Bremerhaven beantragt. Die auf Sanierungen spezialisierte Sozietät FRH Finck Rinckens Heerma Rechtsanwälte - Steuerberater hat in dem bisherigen Verfahren Bente Yachts weitergeführt und nun an die Firma Ultramarin Meichle & Mohr in Kressbronn am Bodensee veräußern können.

C. Daum Sonja Meichle

Werft Christian Daum

Aus der Pressemitteilung: "Sonja Meichle leitet zusammen mit ihrem Vater Deutschlands größten Binnenyachthafen, Ultramarin in Kressbronn mit rund 1.500 Liegeplätzen am Bodensee. Ergänzend dazu ist die Mutter von zwei Kindern die Vizepräsidentin des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft in Köln und verfügt über ein abgeschlossenes VWL-Studium. Beide sind begeisterte Segler und seit Anfang an mit einem Händlerstandort von Bente sehr erfolgreich vertreten. Durch ihre langjährige bzw. professionelle Erfahrung im Yachtsport sowie die jahrelange unternehmerische Expertise von Ultramarin wird das familiengeführte Unternehmen zukünftig das vollständige Potenzial von Bente ausschöpfen bzw. anheben zu können. Sie konnten zudem Christian Daum von der Bente Yachts GmbH für die Schlüsselfunktion Head of Bente Yachts gewinnen."

Alexander Vrolijk ist an der neuen Firma nicht beteiligt, bleibt aber über seine Beschäftigung bei Judel/Vrolijk & Co als Konstrukteur und Ideengeber dabei. Die neue Konstellation benötigt noch die Zustimmung der Gläubigerversammlung. Ab dem 1. Juli soll Benteyachts wieder voll funktionsfähig sein. Die Bente 24 wird weiter den Schwerpunkt des Geschäftes bilden, die 39 wird ebenfalls weitergebaut, und die Bente 28 soll kommen, muss aber noch weiterentwickelt und fertig konstruiert werden. Geplant sind Optimierungen im Qualitätsmanagement und ein paar kleinere Anpassungen im Produktionsablauf. Aktuell gilt noch die bisherige Preisliste. Das Händlernetz soll ausgebaut werden. Produzent bleibt weiter die bisherige Werft in Stettin.

Kunden, die eine Bente 24 bestellt haben und nicht vom Kauf zurückgetreten sind, sollen ihre Boote diesen Sommer ohne Verluste erhalten. Georderte Bente 39 sollen bis zum Sommer 2021 ausgeliefert werden.


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Themen: BenteBenteyachtsJudel/VrolijkMeichle & Mohr

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