Yachtbau

Beneteau greift an: Neue Oceanis-Reihe startet mit der 51.1

Die siebte Generation der Fahrtenboot-Linie verspricht zahlreiche attraktive Wahlmöglichkeiten – und überrascht mit hochwertigem Design

Jochen Rieker am 29.06.2017
Oceanis 51.1
Beneteau

Oceanis 51.1

Nach Jahren, in denen der Weltmarktführer eher den Trends folgte als sie zu setzen, in denen das Motorboot-Segment wichtiger schien als das Angebot an Segelyachten, zeigt sich Beneteau jetzt wieder innovativ und angriffslustig.

Die neue Oceanis 51.1, von der YACHT bereits in Heft 14 angekündigt, ist diese Woche erstmals den Händlern präsentiert worden. Sie markiert den Auftakt zur Kompletterneuerung der gesamten Oceanis-Reihe. Mit ihr sollen nicht nur die Ansprüche von Fahrtenseglern und Charterskippern bedient werden. Auch sportlich orientierte Eigner zählen zur Zielgruppe.

Dafür bietet Beneteau das Boot in einer leistungsoptimierten Version an, der "First Line". Sie verfügt über einen fast 1,5 Meter längeren Mast, wahlweise aus Carbon, und dadurch mehr Segelfläche. Ein Bleikiel (Standard: Gusseisen) sorgt für ein höheres aufrichtendes Moment. Solche Optionen bieten die Wettbewerber zumeist nicht. 

Fotostrecke: Erste Bilder der neuen Oceanis 51.1

Aber auch in Sachen Cockpit und Kajütlayout lässt die Werft den Kunden zahlreiche Wahlmöglichkeiten. Unter Deck gibt es vier verschiedene Aufteilungen, die mal mehr eignerorientiert sind, mal mehr für den Charterbetrieb ausgelegt. Innovativ ist dabei in allen Fällen die Gestaltung des Salons. Die U-förmige Pantry liegt relativ zentral, davor schließt sich eine Art Lounge-Ecke an, von der aus auch navigiert wird. 

Beneteau nutzt dabei das sehr große Platzangebot, das sich aus dem tulpenförmigen Rumpf ergibt. Dieser wird auf Decksniveau schon kurz hinter dem Steven rasch breit und nimmt dieses Volumen bis nach achtern mit. Dennoch bleibt die Wasserlinie erstaunlich schmal – ein Effekt der starken Aufkimmung, die für passable Leichtwindeigenschaften sorgen soll.

Die Plicht ist großzügig gestaltet und in einen Ruhe- sowie achtern davon in einen Arbeitsbereich gegliedert. Die Winschen stehen vor den Steuersäulen. Für besseren Zugriff auf Fallen und Strecker lässt sich ein Teil der langen Duchten wegklappen. Das Dingi hängt bei der Oceanis 51.1 an ausziehbaren Davits; eine Garage, die bei dieser Bootsgröße ohnehin nur ein Kompromiss zu Lasten des Raums in den Achterkabinen und in den Backskisten sein könnte, gibt es konsequenterweise erst gar nicht. Dafür bietet Beneteau ein ausschwenkbares Grill- und Pantry-Modul an, das sowohl vom Cockpit als auch von der Badeplattform benutzbar ist.

Ein Exklusiv-Interview mit Gianguido Girottti, dem Marketing-Direktor Beneteaus, über die neue Modellstrategie lesen Sie in YACHT 15 (ab Freitag bei den Abonnenten, ab Mittwoch am Kiosk).   

Jochen Rieker am 29.06.2017

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