Waarschip 1010 LD
Attraktive Sportlerin mit Knick

Die jüngste Yacht von Waarschip ist ein echter Racer. Der spannende Knickspanter aus Holz ist leichter als vergleichbare GFK-Boote

  • Michael Good
 • Publiziert am 15.11.2013

Waarschip Waarschip 1010 LD

Wer kennt sie nicht, die knuffigen Multi-Knickspanter von Waarschip? Über 4000 kleinere und größere Segelyachten haben die Holländer in ihrer 50-jährigen Firmengeschichte schon gebaut. Ihre Gemeinsamkeit: die Boote wurden immer als Komposit-Konstruktionen aufgelegt, aus Holz und Marine-Sperrholz, überzogen und versiegelt mit Epoxidharz.

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde die Traditionsmarke im Jahr 2004 von Roelof Niezen übernommen. Mit dem Waarschip 700 LD hat die Werft im friesischen Delfzijl an der Ems-Mündung jetzt den Auftakt für ein neues, drittes Produktprogramm vollzogen. Die Boote aus der "Race-Line" sollen vor allem sportliche Segler ansprechen und sind mit T-Kiel und modernen Riggplänen ausgestattet.

Auf das 700 LD folgt jetzt das Waarschip 1010 LD, ebenfalls ein Riss von Peltzer Design in Rotterdam. Aber das Boot ist deutlich ranker als die 700er. Bei einer Gesamtlänge von 10,10 Metern ist die neue "Tien-Tien" nur grade 2,50 Meter breit. Damit und mit einem Gewicht von 2,6 Tonnen ist sie noch trailerbar. Der T-Kiel mit einem Ballastanteil von stattlichen 43 Prozent ist allerdings fest angebaut, nicht aufholbar. Der Tiefgang bleibt bei 1,95 Metern.

Waarschip Waarschip 1010 LD

Das Waarschip 1010 LD bietet ein sehr sportlich orientiertes Cockpitlayout für aktive Segler mit Mannschaft. Als ORC-Boot wird es auf der Regatta mit einem herkömmlichen symmetrischen Spinnaker gesegelt. Machbar ist aber auch ein Gennaker. Ein ausfahrbarer Bugspriet wie bei der kleineren Schwester 700 LD ist nicht vorgesehen. Nach Ausgleichsvermessung ORC erhält das 1010 LD einen GPH-Rennwert von 635.

Trotz regattaorientierter Ausrichtung ist die Neue innen auch bewohnbar mit bis zu sechs Kojenplätzen, einem kleinen Pantryblock und einem WC im Vorschiff. Wer mehr Wert auf Komfort und Tourentauglichkeit legt, kann das Schiff in einer Touren-Version bestellen. In dem Fall wird der Rumpf etwas höher aufgeplankt, und der Kajütaufbau wird länger und höher. Damit soll die 1010 LD innen eine Stehhöhe von 1,85 Meter bieten.

Waarschip Waarschip 1010 LD

Der Grundpreis ab Werft beträgt 85.805 Euro inklusive deutscher  Mehrwertsteuer. Dazu kommen die Segel. Für einen einfachen Satz (nur Groß und Fock) müssen knapp 4.000 Euro dazugerechnet werden. Für einen Satz Regattasegel werden etwa 6.700 Euro fällig, dazu kommen nochmals rund 4.500 Euro für einen Spinnaker oder Gennaker. Und: Auch für die Maschine verlangt die Werft einen Aufpreis. Für den eingebauten 19-PS-Innenborder mit Saildrive werden nochmals gut 10.000 Euro fällig.

Die Weltpremiere des Waarschips 1010 LD ist für die Messe boot in Düsseldorf geplant. Werfteigner Niezen hofft, das Schiff rechtzeitig fertigzustellen.

Die Webseite der Werft

Lüa (Rumpflänge) 

10,10 m

Breite 

2,50 m

Tiefgang 

1,95 m

Gewicht 

2,65 t

Ballast/-anteil 

1,15 t / 43 % 

Masthöhe über Wasserlinie

13,75 m

Großsegel 

31,0 qm

Genua (105 %)

20,0 qm

Spinnaker 

78,0 qm

Gennaker 

65,0 qm


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Themen: RacerSperrholzWaarschip 1010Waarschip Holland

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