Bootsbau
Alles anders: Sunbeam bringt neuen 32-Fußer

Die österreichische Werft arbeitet an einem neuartigen 32-Fuß-Boot, das mit Traditionen brechen will und zu polarisieren verspricht

  • Fridtjof Gunkel
 • Publiziert am 02.12.2020
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Sunbeam Yachts xcas

"Bisher waren alle Sunbeams Evolutionen, die neue wird eine Revolution", kündigt Geschäftsführer Andreas Schöchl an. Präsentieren will die Werft noch nicht viel, eine erste öffentliche Darstellung bringt lediglich einen Umriss. Der zeigt einen ausgeprägt inversen Bug, einen großen festen Bugspriet darüber und lässt einen positiven Deckssprung erahnen. Ein Achterstag scheint es nicht zu geben, was auf ein Fathead-Großsegel schließen lässt. Zwei Räder sind zu erkennen, was ein Novum für die Werft wäre. Erste Eckdaten: Zehn Meter lang, drei Meter breit, Tiefgang 1,8 Meter, Gewicht vier Tonnen.

Konstrukteur ist wieder das slowenische Büro von Jakopin & Jakopin. Für die Gestaltung und weiteren Input ist diesmal der Industrie-Designer Gerald Kiska aus Salzburg an Bord. Der sagt, gerichtet an das Werft-Team, in einem ersten Image-Video (s. unten) den Satz, der das Boot am treffendsten zu beschreiben scheint: "Seids mutig oder seids sehr mutig!" Man entschied sich offenbar für Variante 2, lässt aber weitgehend offen, was dies zu bedeuten habe.

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Der Ansatz sei gewesen, so Andreas Schöchl, eine Zielgruppe zu definieren und diese perfekt zu bedienen: "Segeln ist immer noch das zentrale Thema, es ist ja schließlich eine Yacht. Aber es ging vor allem auch darum, das Leben am Wasser und die Nutzung eines Segelbootes neu zu beleuchten. Das Boot soll Ausgangsbasis für viele Wassersportaktivitäten sein beziehungsweise auch intensiv genutzt werden, wenn kein Wind geht. Stichwort private Badeplattform und Rückzugsbereich zum Entspannen und Sonnen; vor allem für diejenigen wichtig, die sich mehr Privatsphäre und Platz wünschen als an einem öffentlichen Badestrand." Die öffentlich zugänglichen Bereiche rund am Wasser werden zunehmend weniger und forcieren diesen Wunsch weiter, so der Geschäftsführer. Die Menschen wollen aber aufs Wasser, sei es mit Stand-up-Paddleboards, dem eigenen Segelboot oder einfach nur zum Baden. Hier solle die 32.1 ansetzen.

Eine Maßnahme ist die Maximierung der Decksfläche, sie nennen es "flight deck" und die Optimierung des Platzes im Cockpit, dazu soll es eine große Badeplattform geben, die "vom Platzangebot und ihrer Funktionalität in dieser Bootsgröße konkurrenzlos ist. Smarte Beschattungssysteme und eine gewohnt großartige Verarbeitung auf hohem Niveau würden das Erlebnis an Deck abrunden", so Schöchl. Der Innenraum soll loftartig wirken und kommt ohne Trennschott zum Vorschiff aus. Große Fenster sind ebenfalls zu sehen. Schöchl: " Das Interieur wird clean, modern und stylish, ohne dabei auf den Wohlfühlfaktor zu verzichten." Die Website zum Projekt: www.sail32.com

Was die Werft üblicherweise baut, am Beispiel von zwei Typen

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