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Fünf gebrauchte Yachten im Vergleich: So segelt die Bavaria 30

Schmuckstück oder Arbeitspferd? Ein Schiff lässt sich erst unter Segeln richtig beurteilen. Welche Kosten können entstehen? Eine Übersicht

  • Karolina Meyer-Schilf
  • Alexander Worms
 • Publiziert am 14.05.2020
Fünf gebrauchte Yachten im Vergleich: die Segeleigenschaften Fünf gebrauchte Yachten im Vergleich: die Segeleigenschaften Fünf gebrauchte Yachten im Vergleich: die Segeleigenschaften

YACHT/B. Scheurer Fünf gebrauchte Yachten im Vergleich: die Segeleigenschaften

Die Wuchtbrumme: Bavaria 30

YACHT/B. Scheurer Was bei der Nasszelle super ist, wirkt bei der Steuersäule deplatziert: dieselbe Ausführung wie auf deutlich größeren Modellen – Gleichteile eben. So erscheint sie wuchtig und kostet viel Platz im Cockpit

Der eine Bug geht besser als der andere. Das ist nicht unüblich, aber beim Test sehr ausgeprägt. Der Grund ist der Großschot: Das Segel lässt sich auf Steuerbord einfach weiter in die Mitte ziehen. An einem hektischen Übergabetag wurde auf der Charterbasis, in der die Bavaria 13 Jahre lang angestellt war, schnell irgendein Block montiert, als das Original von Rutgerson seinen Dienst quittierte. Die Folge: Eine Part fehlt, der Schot mangelt es somit an Zugkraft. Den meisten Kunden wird das nicht aufgefallen sein, den Testern aber sehr wohl.

Doch auch ohne diesen Defekt wäre die kleine Fränkin keine Rennyacht. Mit viel benetzter Fläche und völlig ausgelutschten Segeln ist sie schwer und hat nicht die besten Chancen. Die 30 ist bekannt dafür, dass sie sich am Heck festsaugt, das war auch im Test der Fall. Gewicht achtern ist also Gift. Ansonsten fühlt sie sich trotz schlechter Ausgangsbedingungen gar nicht so übel an.

YACHT/B. Scheurer Gezogen: Die Holepunkte sind immerhin leinenverstellbar. Nach vorn geht unter Last aber nichts.

Die älteren Bavarias laufen irgendwie und vermitteln dank des Ruderdrucks ein ganz gutes Gefühl. Mit frischen Tüchern und hier und da erneuerten Beschlägen ließe sich auch die Bavaria mit Freude segeln. Bei den Beschlägen profitiert die 30 von der Gleichteilestrategie. Der Stopper etwa, der auf der 37 zu klein ist, passt hier bestens.

Bavaria-typisch wird die Großschot auf dem Aufbau gefahren; für die meist kleine Crew kann das ein Problem sein. Der Umbau auf eine nach achtern geführte Lösung ist aber mit zwei Stoppern möglich.

YACHT/B. Scheurer Schadhaft: Die Risse im Gelcoat sollten alsbald behoben werden. Die Füße sind klein, die Kräfte daher groß.

Nach 13 Jahren in der Charter ist das Deck eine Baustelle. Die Beschläge müssen gepflegt oder getauscht werden, das Gelcoat ausgebessert. Das ist aber teils in Eigenleistung machbar.

Modellhistorie und Marktsituation: Die Bavaria 30 war ein beliebtes Modell, angeboten mit 1,45 oder 1,85 Meter Tiefgang. Aus der Charter mit Baustellen ab 30.000 Euro. Gepflegt vom Eigner, gehen die Preise bis 45.000 Euro. Starke Nachfrage.

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