Das besondere Boot

CNB 66

Die CNB 66 ist die drittgrößte Segelyacht, die auf der boot zu sehen war – und will doch keine Megayacht sein. Das Porträt einer neuen Klasse im PDF-Download

Martin Hager am 16.02.2018
CNB66 Segeln 2017 PR_NCZ6075_A3
CNB/Nicolas Claris
CNB66 Segeln 2017 PR_NCZ6132_A3

Leicht und schnell. Das Schiff liegt selbst in frischer Brise und auf Amwind-Kurs ausgewogen auf dem Ruder

Das neue 20-Meter-Schiff aus Bordeaux präsentiert sich in starker konzeptioneller Anlehnung an die größere Schwester CNB 76, von der die Werft schon 18 Einheiten hat verkaufen können. Der Erfolg von CNB dokumentiert einmal mehr die derzeit so starke Nachfrage nach großen, luxuriösen und exklusiven Schiffen. Die Baunummer 1 schwimmt bereits und die YACHT konnte sich bei einem Törn vor Genua einen ersten Eindruck verschaffen.

Die Konstruktionspläne kommen aus dem Büro von Philippe Briand, der für CNB schon die Bordeaux 60 und die große CNB 76 gezeichnet hat. Typisch für alle Konstruktionen ist der relativ kurz gehaltene Kajütaufbau, der noch hinter dem Mast endet. Das Vorschiff bleibt dagegen komplett unverbaut und flach, mit vielen bündig eingelegten Luken. Neu ist die Option auf einen knapp 1,50 Meter langen und fest angebauten Bugspriet, an dem ein Gennaker oder ein Code Zero gefahren werden kann. Auch kann der Kunde wählen, ob er das Boot mit einer kurz überlappenden Genua (105 Prozent) oder mit einer Selbstwendefock ausstatten will. 

Wie bei der größeren Schwester CNB 76 ist auch das Cockpit der neuen 66er asymmetrisch organisiert, und der Niedergang ist seitlich angeordnet. Bewusst hat CNB das großzügige Cockpit für die Gäste von allen Leinen und sämtlichen Funktionen für die Segelmanöver freigehalten. Gesteuert und gearbeitet wird ausschließlich hinten. Weil die CNB 66 über doppelte Ruderblätter verfügt, kann in der geräumigen Heckgarage auch ein Dingi in Fahrtrichtung lagern. 

Für das Design des Innenausbaus zeichnet der Franzose Jean-Marc Piaton verantwortlich. Sehr speziell und eigenartig ist das Standard-Arrangement des Interieurs auf der CNB 66. Die Pantry liegt vertieft ganz im Achterschiff auf der Backbordseite anstelle einer sonst dort üblichen Achterkabine. So kann der erhöhte Salon recht weit hinten liegen, unter dem kurzen Kajütaufbau. Ab der Schiffsmitte nach vorne finden sich insgesamt drei Doppelkabinen mit jeweils eigenem Bad und Duschoption. Eine vierte Doppelkabine, ebenfalls mit eigener Nasszelle, ist wiederum im Achterschiff auf der Steuerbordseite eingebaut. 

Gebaut wird die CNB 66 als GFK-Sandwichkonstruktion mit Balsaholzkern und durchgängig im Vakuum-Infusionsverfahren. Das Deck wird an den hochbelasteten Stellen überdies mit Kohlefaser-Gelegen zusätzlich verstärkt. Eine erste Preisansage der Werft beläuft sich auf einen Kaufpreis von rund 1,65 Millionen Euro, 19 Prozent Mehrwertsteuer eingerechnet. 

Sie sind neugierig geworden? Dann können Sie sich das Bootsporträt über den Link unten als PDF-Datei direkt herunterladen. Oder Sie bestellen die YACHT, Ausgabe 3, 2018 im DK Shop.

Fotostrecke: CNB 66

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Martin Hager am 16.02.2018

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