Test Fahrten-Trimaran
Klein, leicht, schnell – der neue Tricat 6.90 im YACHT-Test

Passt hinter jeden Kompaktwagen, bringt einen fast überall hin – und braucht nicht mal einen Liegeplatz. Was den Tri aus der Bretagne so besonders macht. Der Test im PDF-Download

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 14.06.2022
Einfach im Handling, rasant im Antritt. Beim Test loggte der Tricat 6.90 in der Spitze anstrengungsfrei 15 Knoten Fahrt durchs Wasser Einfach im Handling, rasant im Antritt. Beim Test loggte der Tricat 6.90 in der Spitze anstrengungsfrei 15 Knoten Fahrt durchs Wasser Einfach im Handling, rasant im Antritt. Beim Test loggte der Tricat 6.90 in der Spitze anstrengungsfrei 15 Knoten Fahrt durchs Wasser

YACHT/Andreas Lindlahr Einfach im Handling, rasant im Antritt. Beim Test loggte der Tricat 6.90 in der Spitze anstrengungsfrei 15 Knoten Fahrt durchs Wasser

Dass neue Boote im Allgemeinen und Trimarane im Besonderen teuer sind, daran haben sich Segler inzwischen gewöhnt. Für den Gegenwert einer 40-Fuß-Yacht aus Schweden bekommt man in Deutschland ein kleines Reihenhaus (okay, nicht in Garmisch, München-Bogenhausen oder Keitum). Der Tricat 6.90 ist da erfrischend anders.

Er bietet zwar nicht ganz so viel Lebensraum wie ein Zwölf-Meter-Kreuzer und weder Teakdeck noch eine abgetrennte Dusche mit in der Wandverkleidung integrierter Waschmaschine. Man muss ihn folglich als eher puristische Version eines Fahrtenboots beschreiben. Dafür kostet er keine 54.000 Euro ab Werft und bleibt in der von uns getesteten Sportversion samt Gennaker, Trailer und Außenborder immer noch südlich von 75.000 Euro – weniger als ein aktueller VW Bulli in California-Ausstattung, um mal einen Quervergleich im Camper-Segment zu nennen.

YACHT/Andreas Lindlahr Platz für bis zu vier Gäste bietet die nicht unterteilte Kajüte. Einigermaßen komfortabel reist man auf dem Tricat 6.90 aber nur zu zweit

Dafür bekommt man einen Tri mit ausgeklügeltem Faltmechanismus für die seitlichen Schwimmer, mit Schwertern und Ruderblatt aus Kohlefaser und einer GFK-Sandwich-Konstruktion, die im Infusionsverfahren laminiert wird – leichter und besser, als das heute in Großserie üblich ist. Das ganze Boot samt Rigg wiegt gerade mal 720 Kilogramm; selbst urlaubsfertig ausgerüstet mit Segeln, Außenborder, Sprit, Wasser, Proviant und inklusive Trailer bleibt das Anhängegewicht unter 1,3 Tonnen. Folglich lässt sich der Tricat auch von einem Golf in Basismotorisierung durch ganz Europa schleppen, was seinen Aktionsradius enorm vergrößert.

Und dann rennt er auch noch wie der Teufel. Im Test vor La Rochelle ließ er bei Leichtwind wie bei 5 bis 6 Beaufort die weitaus meisten Boote gleich welcher Größe hinter sich. In der Spitze loggten wir raumschots spritzige 15 Knoten Fahrt bei gut 20 Knoten Wind.

Tricat 6.90 Test

9 Bilder

Die Pinne ließ sich dabei leicht führen; allerdings hatte das aufholbare Ruder etwas Spiel, was die letzte Präzision beim Steuern vermissen ließ. Ansonsten aber erwies sich der Tricat 6.90 als ungemein sympathischer Begleiter, der auch mit vielen praktischen Details wie wasserdichten Stauräumen im Cockpit oder dem in einer Decksmulde sicher geführten Gennakerbaum gefiel. So sehr sogar, dass die Jury von Europas Yacht des Jahres dem 23-Fuß-Tri im Januar eine besondere Erwähnung zuteil werden ließ für seine außergewöhnliche Vielseitigkeit.

Den kompletten Test des Tricat 6.90 inklusive aller technischen Daten und Messwerte finden Sie in der YACHT 12/2022. Direkt online bestellen im Delius-Klasing-Shop (dazu einfach hier klicken !). Oder Sie laden sich den Test direkt hier herunter (hier klicken) .


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Themen: TestTricat 6.90Trimaran

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