Performance-Cruiser JPK 39Fahrtenboot mit Löwenherz – die neue JPK 39 FC im YACHT-Test

Jochen Rieker

 · 31.05.2022

Performance-Cruiser JPK 39: Fahrtenboot mit Löwenherz – die neue JPK 39 FC im YACHT-TestFoto: YACHT/Andreas Lindlahr

Das Kürzel "FC" steht für Fast Cruiser, und genau das ist die Französin. Ob solo oder mit Crew: Die JPK 39 begeistert als komfortabler Schnellsegler. Der Test im PDF-Download

Es gibt Dinge, an die wird man sich bei dieser Werft gewöhnen müssen. Dass sie nur direkt verkauft etwa, nicht über Händler. Dass die Leinenführung in der Plicht kompliziert erscheint, obwohl sie nur konsequent ist. Und dass nicht alles geht, was sich Eigner so wünschen.

Wer damit und mit dem eigenwilligen Design des Kajüt­aufbaus klarkommt, kann sich auf eine Überraschung gefasst machen: Die JPK 39, welche die erfolgreiche 38 FC ablöst, segelt fast wie in einer anderen Liga. Man kann sie sich als goldene Mitte zwischen J/112 E und Pogo 36 vorstellen, nur eben ein paar Fuß größer – als einen Performance-Cruiser, der sich keinerlei Blöße erlaubt: nicht am Wind, nicht raumschots, nicht bei Leicht-, nicht bei Starkwind, und auch nicht im Ausbau, der vielleicht den Schliff eines Interior Designers vermissen lässt, aber weder Funktionalität noch Volumen.

Doppelruder und Pinnensteuerung verstehen sich bei der Bretonin von selbst, ausklappbare Fußstützen für den Rudergänger ebenso wie die genau zur Hand liegenden Großschotenden und Travellerleinen, die Einhandsegeln zur natürlichsten Sache der Welt machen. Keine Winsch zu klein, kein Stopper zu schwach, keine Leine ohne Dyneema-Kern.

Wer moderne Rumpflinien mag, wird die JPK 39 FC lieben. Selbst der Aufbau wirkt von der Seite stimmig
Foto: YACHT/Andreas Lindlahr

Es segelt hier ein Fahrtenboot mit Löwenherz – schlichtweg begeisternd! Im Test erreichten wir spielend 12, 13 Knoten Fahrt raumschots und hoch am Wind an die 8 Knoten. Dabei vermittelte die JPK 39 stets ein Gefühl von unkaputtbarer Stärke.

Und sie hat eine Besonderheit, die es in der Klasse der Performance-Cruiser bisher nicht gab: Dank 270-Grad-Rundumverglasung lässt sie sich über Autopilot von unter Deck genauso sicher dirigieren, als würde man an einer der beiden Pinnen sitzen – ein Traum, der feucht-kalten Nachtwachen jeden Stachel zieht.

  Ausblick nicht nur zur Seite, sondern auch nach vorn. Das erfreut die Crew am Ankerplatz oder im Hafen, ergibt aber vor allem bei Schietwetter unter Segeln Sinn, wenn man sich mal ausruhen oder umziehen und dabei nicht den Kontakt zur Außenwelt verlieren willFoto: YACHT/Andreas Lindlahr
Ausblick nicht nur zur Seite, sondern auch nach vorn. Das erfreut die Crew am Ankerplatz oder im Hafen, ergibt aber vor allem bei Schietwetter unter Segeln Sinn, wenn man sich mal ausruhen oder umziehen und dabei nicht den Kontakt zur Außenwelt verlieren will

Der komplette Test auf acht Heftseiten steht in der YACHT 11/2022, direkt online im DK-Shop (hier klicken!) erhältlich, oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

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