Fahrtenyachten

Messe Düsseldorf: boot-Premieren, Teil IX: Haber 34

Alexander Worms

 · 28.01.2012

Messe Düsseldorf: boot-Premieren, Teil IX: Haber 34Foto: YACHT/Morton Strauch

Deckssalon, Innenballast, gleich mehrere Schwerter und ein Gaffelrigg. Das größte Schiff der polnischen Werft ist neu und ungewöhnlich

Recht bullig wirkt sie, ein bisschen wie eine Diesellokomotive mit den senkrechten Aufbauscheiben und den Wischern auf den Gläsern. Dazu der hohe Freibord, der riesige Edelstahl-Bugspriet und die erhöhte Achterkammer, die an ein Kastell erinnert. All das ist Haber-Eignern egal. Für sie zählen innere Werte: viel Lebensraum, gute Rundumsicht im Hafen und Platz für bis zu sechs auf dem 11,50 Meter langen und 3,65 Meter breiten Schiff. Sicher für viele ebenfalls entscheidend: Wird es untief, werden die Schwerter eingezogen, und schon reichen knapp 70 Zentimeter Wassertiefe zum Vorwärtskommen.

Haber 34
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Haber 34Foto: YACHT/Morton Strauch
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Haber 34Foto: YACHT/Morton Strauch
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Dabei erreicht das Schiff mit dem wirklich erstaunlichen Raumgefühl unter Deck trotzdem die CE-Kategorie A Hochsee, innenballast und der hohe Aufbau mit viel Auftrieb machen es möglich. Nicht neu bei Haber, aber auf der 34er weiterentwickelt: das C4-System. Ein großes Hauptschwert ermöglicht zusammen mit drei weiteren Blättern unter Wasser das Kurshalten auf allen Kursen. Die erstmals auf der Haber 34 zum Einsatz kommende Automatik kann durch selektives, elektrisches Liften und Senken der Schwerter dabei entweder einen Kurs am Wind oder nach Kompass fahren. Eine echte Innovation, da dieses System im Vergleich zu einem Autopiloten deutlich weniger Strom verbrauchen soll.

Beachtlich ist der Preis: 276.000 Euro werden aufgerufen. Dafür bekommt man auch einen 55-Fußer aus der Großserie. Happig, mag man also denken. Relativiert wird die Zahl durch die aufwändige Bauweise. Jedes Schiff entsteht über Mallen nach individuellen Vorgaben des Kunden. Ein bisschen breiter oder schmaler? Etwas mehr Länge oder Stehhöhe? Kein Problem, die Werft macht es möglich. Schließlich gibt es keine Form, in der der Rumpf laminiert wird. Er entsteht über Mallen mit einem Kern aus Holz. Während der Fertigung wird die Schale bis zu zehnmal gedreht. Aufwand, von dem der Käufer wenig merkt, außer dass das Schiff genau zu seinen Anforderungen passt. Semi-Custom in der Mittelklasse also. Ob das Konzept Erfolg hat, wird sich zeigen. Voll war es auf der Messe an Bord der Haber eigentlich immer. Ein Problem war das nicht, schließlich gibt es Platz in Hülle und Fülle.

Halle 17, Stand A 56, www.haberyachten.de.

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