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Bootstausch bei 8 Beaufort

Mehrwert für YACHT-Käufer: Hier finden Sie Links, Hintergrundinfos, Bildergalerie und Videos zum Vergleich Motorboot gegen Segelboot

Yacht Redaktion am 06.01.2016
Vergleich Motorboot Segelboot Elling E4 vs. C-Yacht 12.50i 2015 IJmuiden Ngü_8C8A9961

Zehn Prozent der YACHT-Leser beschäftigen sich aktuell mit dem Wechsel auf ein Motorbot, meist aus Altersgründen, 40 Prozent können sich irgendwann mal einen solchen Schritt vorstellen. Deshalb wollten wir wissen: Wie ist das, ohne Mast unterwegs zu sein. Nervt der Motorenlärm? Ängstigt einen der Gedanke, drei Meter über Normalnull zu sitzen, ein Spielball der Wellen – und kein richtiger Kiel unterm Rumpf?

Tatsächlich war der Umstieg geradezu erschreckend einfach, die Fahrt spektakulär unspektakulär – trotz 40 Knoten Wind und mächtig Seegang auf der Nordsee. 

Hier können Sie sich weitere Eindrücke verschaffen – von der Fahrt ebenso wie von den Booten. YACHT tv hat dazu eine Reportage in bewegten Bildern (seeehr bewegten Bildern!) veröffentlicht.

Vergleichstest: Wie fühlt sich der eingefleischte Segler als Mobo-Skipper? Und was sagt der Motorboot-Fahrer zum Segeln bei 8 Beaufort?

 

Umfangreiche Bildgalerie 

Wenn Sie den Törn über die stürmische Nordsee visuell nacherleben wollen, klicken Sie sich durch unsere Galerie. Darin Fotosequenzen, die wir aus Platzmangel nicht im Heft zeigen konnten und die die Macht der Wellen und das Verhalten der Boote im Seegang verdeutlichen. Außerdem: Details aus dem Schiffsinneren der Elling E4.

Fotostrecke: Als Segler auf einer Motoryacht

 

Fotostrecke: Elling E4 – Die Motoryacht unter Deck

 

Direktlinks zu den Booten, ihren Spezifikationen und technischen Daten hier:

Website zur Elling E 4 

Website zur C-Yacht 12.50 i

 

Youtube-Video vom 360-Grad-Kentertest der Elling E4

Die Yacht gehört zu den ganz, ganz wenigen, die bewiesen haben, dass sie sich im Ernstfal selbst wieder aufrichten kann – wie ein Rettungsboot. Wegen dieser Eigenschaft, aber auch wegen ihren schiffigen Linien und ihrer Seetüchtigkeit, ist sie bei umsteigewilligen Seglern besonders beliebt. 

Hier geht's zum Video!

Die Risse beider Yachten zur Vollbildansicht gibt es hier:

Riss Elling E4

Riss Elling E4

Elling E4

Riss C-Yacht 12.50i

Riss C-Yacht 12.50i

C-Yacht 12.50i

Fazit: Was die Tester über die Fahrt auf jeweils anderem Kiel sagen

Jochen Rieker, YACHT, über seinen ersten Mobo-Törn 

>> Das Tollste
Dass es überhaupt ging. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach so kurzer Zeit so viel Vertrauen in ein Motorboot fassen würde – bei den Bedingungen!

>> Was gefehlt hat
Der Spaß am Steuern. Die sanften Bewegungen eines Seglers im Seegang. Und das Gefühl, etwas geleistet zu haben - wir hatten's ja die ganze Zeit warm und gemütlich und mussten nicht viel mehr machen als Ausguck gehen.

>> Wär das was für immer?
Noch nicht. Vielleicht in 10, 15 Jahren.

>> Warum?
Segeln ist schon deutlich anstrengender, es erfordert Kraft und Beweglichkeit. Wenn die fehlen, würde ich lieber umsatteln als ganz auf ein Boot zu verzichten.

>> Auf was für einer Art Motorboot?
Wenn, dann auf Boot wie die Elling, das was abkann und auch so aussieht. Ich mag diesen ernsthaften Küstenwache-Look der Linien! Und mich hat die Seetüchtigkeit sehr beeindruckt. Damit sind auch größere Hochseestrecken kein Problem mehr. Und das ist ja der Reiz an einem Boot – unterwegs zu sein, andere Reviere und Länder kennen zu lernen. 

>> Vita:  
Ich bin 54 Jahre alt, hab zwei Mädels (12 und 15 Jahre), die auch gerne mit aufs Boot kommen – obwohl sie noch lieber reiten. Ich selbst segle seit ich 4 bin, hab an Bodensee und Ammersee angefangen, v.a Jollen (Pirat, H-Jolle) und Jollenkreuzer. Während meines Studiums in München hatte ich dann meine ersten eigenen Boote, alles Kats (Hobie 14, 17, Dart 16, A-Cat). Erste Hochseetörns vor ca. 30 Jahren, danach viel gechartert. Seit 2000 habe ich verschiedene Kielboote gehabt, derzeit einen 35-Fuß Cruiser/Racer, den ich gebraucht in der Bretagne gekauft und heimgesegelt habe (eine J 109). Mein tollster Törn ist erst ein Jahr her: auf einem Volvo 70 ("Maserati") mit Boris Herrmann und Crew transatlantik. Top Speed waren 25 kn unter Gennaker, also schon Motorboot-Tempo – ein einziger Rausch, absolut großartig.

Chrsitian Tiedt, boote, übers Segeln

>> Das Tollste an dem Törn?
Der direkte Kontakt mit Wind und Wetter - allerdings müsste es nicht immer Sturm sein.

>> Was hat am meisten gefehlt?
Auf diesem kurzen Törn eigentlich gar nichts. Bei längeren Reisen vielleicht der Platz, den eine Motoryacht bietet.

>> Hand auf's Herz: Wär das was für immer?
Mit Sicherheit. Wenn man nur ein bisschen mehr Zeit hätte...

>> Warum?
Weil es im Grunde etwas völlig anderes ist, als Motorbootfahren. Die Abwechselung macht's! Und weil man in Revieren chartern kann, in die man mit dem Motorboot nie kommen würde.

>> Wenn Ja, auf welcher Art Segelboot?
Auf einer klassischen Fahrtenyacht. Einzige Voraussetzung: Rollreffanlagen.

>> Vita:
Alter: 40. Segelerfahrung: Bevor ich bei Boote angefangen habe, hab ich ja regelmäßig gesegelt, Charter Ostsee etc. Motorbooterfahrung: erheblich größer, seit über zehn Jahren Törns mit allen möglichen Schiffstypen, auch weltweit. Scheine: SBF Binnen + See, SKS. Vor dem SSS ist mir dann der Job "dazwischen gekommen". Eigenes Boot: Rio 580 (Sechs-Meter-Kajütboot mit Innenborder). 3 Kinder. Bei Boote seit 2004. Schönster Törn bisher: Alaska im Motorboot, inkl. Wale und Gletscher

 

Yacht Redaktion am 06.01.2016