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BOBBY SCHENK
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Trick-Siebzehn an Bord (102)


Prima Bierkühler für umsonst

Das hab ich auch auf der Langfahrt durch die Tropen erst lernen müssen: Der größte Stromfresser an Bord ist der Freezer - verantwortlich für fast alle Energieprobleme auf der Yacht. Wer ist sich schon bewußt, dass deshalb auch im heimischen Haushalt der Kühlschrank der größte Umweltschädling ist. Trotzdem benutzen auch die angeblich so umweltbewußten Zeitgenossen selbst im Winter die elektrische Kühlung zum Bier- und Sonstiges kühlen, wo doch draußen auf dem Balkon, im Garten oder auch auf dem Fenterbrett die Kälteenergie kostenlos und im Überfluß vorhanden ist. Deshalb ist der einfache Trick vom Skipper der Blue Felix so wertvoll: Damit kann man zwar kein Bier kühlen, aber immerhin kostenlos sehr lange Zeit kalt halten. Übrigens: Funktioniert auch mit Cola.

Auf ein kaltes Bier will auf einer Segelyacht wohl keiner verzichten. Bei tropischen Temperaturen wird die Büchse Bier, die eiskalt aus dem Kühlschrank kommt jedoch sehr schnell warm. Insbesondere, wenn es sich um Halbliter Dosen handelt, die ja nicht so schnell leer getrunken werden, wie die kleinen 33 cl Dosen (im knackig heißen Surinam z.B. bekommt man fast ausschließlich die großen Dosen „Parbo“-Bier). Damit der letzte Schluck aus der Dose auch noch kalt und frisch schmeckt, kann man sich zum Beispiel einen gekauften Bier-Kühler aus Neopren über die Dose ziehen oder man bastelt sich in fünf Minuten einen, der das Bier garantiert doppelt so lange kalt hält und außerdem nichts kostet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und das geht so: Man schneidet das Oberteil einer leeren Plastik-Wasserflasche in der gewünschten Höhe ab (ggf. Getränkedose daneben halten oder Mittelwert der Höhe einer 0,33 und 0,5 Liter Dose wählen). Nun legt man eine Lage Verpackungsmaterial oder Schaumstoff, was eben gerade zur Hand ist, zur Isolierung hinein. Am besten eignet sich übrigens Luftpolsterfolie. Aus einer zweiten Wasserflasche schneidet man nun einen Streifen passender Höhe aus und diesen dann der Länge nach auf.

Da die Flasche ja gekrümmt war, rollt sich der so erhaltene Streifen von selbst auf. Man nimmt nun diesen Streifen und rollt ihn eng entgegen seiner eigenen Rollrichtung auf, so dass er wie eine Spiral-Feder wirkt. Nun kommt der Streifen in die erste Flasche, wo er sich entrollt und so das Isoliermaterial über die ganze Bierkühler-Höhe festklemmt.

Wird nun eine Dose Bier hineingestellt, rutscht diese problemlos an der glatten inneren Wandung in den Bierkühler hinein und auch wieder heraus. In den Bierkühler passen auch sehr gut 0,5 Liter Wasserflaschen, die bleiben darin stundenlang kalt.

Dieser Bierkühler ist wesentlich effektiver als ein gekaufter aus Neopren, da er doppelwandig ist, ähnlich einer Thermoskanne. Einer aus Neopren saugt das sofort entstehende Kondenswasser auf und bildet so in kurzer Zeit eine effektive Kältebrücke nach außen und daher erwärmt sich das Bier dann recht schnell (vor allem) über die haltende Hand und natürlich die Außentemperatur.


Prost!

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