SchleiDurchbruch für Segler in Lindaunis!

Andreas Fritsch

 · 19.07.2022

Schlei: Durchbruch für Segler in Lindaunis!Foto: YACHT/A. Fritsch

Die lange Sperrung der Klappbrücke von Mitte September bis Sommer nächsten Jahres konnte durch Gespräche mit dem Bauträger für Wassersportler gut gelöst werden

Es war ein zähes Ringen: In mehreren Gesprächsrunden ist es dem Aktionsbündnis Maritime Betriebe innere Schlei (MBiS) gelungen, mit der Deutschen Bahn, dem Bauträger der Brückenbaustelle bei Lindaunis, eine Lösung für die drohende Blockade im Herbst zu finden.

Ursprünglich war geplant, die Brücke ab dem 15. September komplett zu sperren, was für viele Segler bedeutet hätte, dass die Saison praktisch zu Ende wäre und viele Eigner früher ins Winterlager schleiaufwärts gemusst hätten, als ihnen lieb gewesen wäre. Noch schlimmer, stand im Raum, dass die Komplettsperrung bis in den Sommer 2023 reichen sollte. Ein Plan, der für viele Hafen- und Service-Betriebe vor Ort existenzbedrohend gewesen wäre.

Doch nun wurde eine für alle Seiten akzeptable Lösung gefunden. Die sieht vor, dass die Brücke bis zum 15. Oktober weiter – wie zurzeit auch – viermal täglich öffnet (10.45, 11.45, 14.45 und 16.45)

Vom 16. bis zum 31. Oktober wird sie Freitag, Samstag und Sonntag zweimal täglich geöffnet.

Danach bleibt die Brücke bis Mitte März 2023 komplett geschlossen. Für viele Eigner und Liegeplatzinhaber oberhalb Lindaunis ist das allerdings wohl durchaus akzeptabel. Von Mitte März bis Mitte April wird sie dann wieder Freitag, Samstag und Sonntag zweimal täglich geöffnet. Ab Mitte April bis Mitte Oktober dann wieder viermal täglich. Der Stau an Booten, die aus dem Winterlager zu ihren Liegeplätzen schleiabwärts wollen, wäre damit 2023 vermieden.

Das Aktionsbündnis Maritime Betriebe innere Schlei (MBiS) hatte in vielen Gesprächsrunden auf die teilweise existenzbedrohenden Auswirkungen langer Sperrzeiten durch den Neubau der Brücke Lindaunis hingewiesen. Die Fahrgastschiffe, Winterlager- und Hafenbetreiber und maritimen Ausrüsterbetriebe haben sich daraufhin regelmäßig mit der Deutschen Bahn, dem Landesministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und der IHK Flensburg beraten und nach verträglicheren Lösungen für die Verkehrsteilnehmer gesucht und nun auch gefunden.

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