IJsselmeer

Sandfabrik auf künstlicher Insel geplant

Zwei Meilen südlich der friesischen Küste und 3,5 Meilen westlich des Rotterdamse Hoek entsteht das sieben Hektar große Eiland mit einem Hafen für Yachten

Alexander Worms am 16.02.2018
Sandinsel IJsselmeer
Royal Smals

Ein Unternehmen namens Royal Smals erhält die Genehmigung, vom Boden des IJsselmeers Sand abzubauen. Dieser eigne sich besonders gut für die Verwendung in der Betonindustrie. Bis zu zwei Millionen Tonnen will man jährlich in einem kreisrunden Gebiet von 250 Hektar Größe fördern. Die Abbaulöcher werden bis zu 60 Meter tief.

Größtes Problem für die Freizeitschifffahrt wird wohl das Saugschiff, das mit einem schwimmenden Rohr mit der Fabrik auf der Insel verbunden ist. Befahrenseinschränkungen in dem Gebiet sind zu erwarten. Man gehe von einer Projektdauer von 30 Jahren aus, so Royal Smals. Die Insel mit dem zugehörigen Abbaugebiet liegt genau inmitten des vielbefahrenen Abschnitts Lemmer-Enkhuizen.

Ort neue Insel

An der Position des roten Häuschens wird die Insel ungefähr liegen – mitten im beliebten Fahrweg Lemmer-Enkhuizen

Auf der Insel sollen eine Fabrikhalle, drei Trockenhallen und Unterkünfte für die Arbeiter entstehen. Ein großer Hafen in der Inselmitte bietet Platz für zwei 2000-Tonnen-Binnenfahrtschiffe. Bei der angepeilten Fördermenge ergibt das etwa drei Schiffe pro Tag. An der Süd-Ost-Seite werden einige Anlegestellen für Yachten realisiert. Da die Insel passenderweise aus Sand besteht, wird rundherum ein Strand angelegt. Das Eiland könnte somit zu einer Bereicherung des Reviers werden.

Ab Beginn März wird man die Bewohner der umliegenden Ortschaften informieren. Ein Video erläutert das Projekt.

Alexander Worms am 16.02.2018

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