Unwetter

Wasserhosen verwüsten Marina

In kurzem Abstand traf mächtige tornadoähnliche Wasserhosen Salerno und Marmaris. In der Türkei stürzten Yachten um, Boote wurden entmastet

Andreas Fritsch am 22.11.2018
Salerno
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Die verheerenden Naturschauspiele dauerten nur wenige Minuten und sorgten für erhebliche Schäden: Vorgestern trafen eine Wasserhose den Küstenort Salerno an der italienischen Amalfiküste, tags darauf traf es die Yacht Marina vor Marmaris in der Türkei. "Beide Phänomene gehen auf die noch immer ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer und die sehr aktiven Tiefdruckgebiete zurück, die dort zurzeit durchziehen", erklärte YACHT-Meteorologe Dr. Michael Sachweh; ein großer Temperaturunterschied zwischen Wasseroberfläche und höherer Atmosphäre ist Voraussetzung für das Entstehen von Wasserhosen. Dies ist zurzeit trotz bereits diverser Stürme vor allem in Italien noch immer der Fall.

Wird man von einem derartigen Mini-Tornado getroffen, können die Folgen erheblich sein, da in unmittelbarer Nähe Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke möglich sind. Das erlebten auch die Betreiber der Yacht-Marina in Marmaris. In den wenigen Minuten, in denen die Windhose die Marina traf, fielen mehrere Yachten im Winterlager von ihren Stahl-Lagerböcken und stürzten um. Ein Steg wurde vom Sturm sogar angehoben und beschädigt, einige Riggs von Yachten brachen.

Die Marina regierte aber prompt: Schon einen Tag später waren alle umgestürzten Yachten wieder im Lagerbock, alle beschädigten Yachten, die im Wasser waren, gekrant und an Land gestellt. Nun werden die Schäden begutachtet und repariert.

Aus dem italienischen Salerno sind bislang keine Schäden bekannt geworden, die Wasserhose berührte kurz vor dem Yachthafen das Land und schwächte sich dadurch etwas ab. 

Andreas Fritsch am 22.11.2018

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