Bodensee
Vorschriften fürs See-Segeln

Wer den Bodensee befährt, benötigt eine spezielle Lizenz. Wer mit dem Trailerboot anreist, benötigt dafür eine Zulassung. Alles Wissenswerte

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 02.09.2013

Schreiber, Ulrike Schärenkreuzer auf dem Bodensee

Für Gäste wird eine Segellizenz befristet angeboten, ein sogenanntes Ferienpatent (über die Landratsämter in Konstanz, Friedrichshafen oder Lindau). Es gilt einen Monat ab Ausstellung und kostet 24 Euro. Bei Motoren über 4,4 Kilowatt (6 PS) wird neben dem Segelferienpatent auch eines für Motor verlangt. Anerkannt werden der A-Schein vor 1989, SBF Binnen, SKS, SSS, SHS, aber kein BK oder SBF See!

Segler, die mit dem eigenen Trailerboot anreisen, benötigen dafür eine Zulassung. Alle Boote müssen dafür im Wasser vorgeführt werden, die vorgeschriebene Mindestausrüstung wird begutachtet (Informationen ebenfalls über die Landratsämter oder die Internetseiten der lokalen Segelschulen). Abwasser darf nirgends nach außen gelangen können. Für Boote ab Baujahr 1998 müssen zusätzlich alle CE-Papiere vorgelegt werden.

Die Abgasnormen für Motoren sind am Bodensee mitunter schärfer als die CE-Norm. Es gibt eine Liste der zulassungsfähigen Motoren (Landratsämter). Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird das begehrte "Abgastypenprüfzertifikat" erteilt. Zulassungsgebühren (Auszug): 43 Euro für Motor bis 7,4 kW, 21 Euro für Segelfläche bis 50 Quadratmeter, 47 Euro für Kajütboote über acht Meter, Urkunde: 25 Euro.

Außerdem benötigt die Yacht das obligate Kennzeichen. Die derzeit erwogene Abschaffung hält der Leiter des Schifffahrtsamts Konstanz Andreas Ellegast am Bodensee für ausgeschlossen.

Vor Ort können zudem bei zahlreichen Firmen und Schulen Boote gechartert werden.

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