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Still ruht der See

Segelferien auf dem Balaton – günstiger geht's nicht

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 31.07.2006

YACHT

Der ungarische Plattensee ist das größte Binnenrevier Mitteleuropas. Doch Segler machen sich rar auf dem Gewässer. Dabei gibt es jede Menge Gründe, den See auf den nächsten Törnplan zu setzen.

Erstens ist der Balaton gewaltig groß, weit weniger flach als gemeinhin vermutet, und die Infrastruktur für Segler ist auch denkbar gut. Allein über 60 Yachthäfen liegen rings an den Ufern verstreut. Hinzu kommen viele schöne Ankerplätze.

Zwitens ist die Region höchst sehenswert. Vor allem entlang des hügeligen Nordufers reihen sich die Zeugnisse aus alter k. u. k. Zeit beinahe aneinander: Klöster, Kirchen und Paläste. Ein Genuss für kulturbegeisterte Segler.

Drittens ist die Gegend eine berühmte Weinanbauregion. Die Reben bedecken so manchen Hang, und in den Dörfern und Städtchen gibt es mach berühmt-berüchtigten Weinkeller.

Viertens wäre da das Wetter. Der Balaton liegt im Einflussgebiet des kontinentaleuropäischen Klimas. Das garantiert eiskalte Winter, aber eben auch heiße Sommer. Dass die Sonne einmal nicht scheint, ist so gut wie ausgeschlossen.

Fünftens das Peisniveau. Kaum anderswo in Europa lässt sich so preiswert Urlaub machen, geschweige denn, eine Yacht chartern. Und eine gute noch dazu. Seit kurzem sind sogar Hanse-Yachten auf dem See vertreten. Dazu kommen die niedrigen Lebenshaltungskosten. Proviantieren, Essengehen, der Kneipenbesuch bis hin zum Liegegeld – die Bordkasse wird deutlich weniger belastet als in den meisten anderen Segelrevieren.

Viele weitere gute Gründe für den Balaton-Törn lassen sich anführen. Die gute Erreichbarkeit, die Gastfreundschaft der Einheimischen, die Einsamkeit auf dem See, der herrlich undogmatische Umgang der Ungarn mit allem, was mit Segeln zu tun hat, und, und, und.

Klar, bei so vielen Vorteilen gibt es auch einige Schönheitsfehler. So lässt der Wind des Öfteren zu Wünschen übrig, vor allem im Hochsommer. Dann ist es arg heiß, der Segel- wird zum Badeurlaub.
Und die von Billig-Urlaubern überfüllte Südküste des Plattensees sollte man auch tunlichst meiden. Das wär's aber auch schon.

Ein großes Revier-Porträt findet sich in der aktuellen Ausgabe der YACHT (Heft 16/06, jetzt im Zeitschriftenhandel und am Kiosk erhältlich). Lesen sie sich warm für den nächsten Törn.


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Themen: BalatonPlattenseeReiseUngarn

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