Italien
Segeln am Fuße der Abruzzen

Das italienische Fremdenverkehrsamt versucht mit einer Aktion, Crews für Italien zu begeistern: ein Gratis-Segelwochenede vor Pescara

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 11.08.2011

M.Muth Blick von Pescara auf das Meer

Das Angebot ist verlockend: Die ersten 40 Interessenten, die sich beim Fremdenverkehrsamt der Region der Abruzzen melden, können ein Regatta-Wochenende an Bord einer Vereinsyacht vor Pescara mit Besuch eines Weingutes, Galadinner und weiterem Rahmenprogramm gewinnen.

Genau gesagt, verbirgt sich hinter dieser Einladung zu „Sea to see“ eine Stippvisite der Region Abruzzen rund um die Hafenstadt Pescara am 17./18. September. Die damit verbundenen Kosten trägt die regionale Handelskammer, nur die Anreise müssen Segler aus eigener Tasche bezahlen.

Der Hauptzweck besteht darin, die Schönheiten der Natur sowie die Küste interessierten Individualreisenden und Wassersportlern näherzubringen, damit diese später als Multiplikatoren die Kunde über die Reize der Region verbreiten. Dazu gehören unter anderem die Hafenstadt Pescara selbst und die nahen Berge des Apennin. Die höchsten Gipfel mit fast 3000 Metern sind in Sichtweite und tragen im Winter eine weiße Haube.

Im Rahmen der Regatta „Velandiamo“, der bedeutendsten in der Region Abruzzen, zu der jährlich 120 Yachten und 1000 Teilnehmer erwartet werden, segeln die Teilnehmer von „Sea to see“ auf fünf Yachten, die Mitglieder des örtlichen Yachtclubs zur Verfügung stellen, am Samstag und Sonntag in der Klasse ohne Spinnaker mit ausgewählten Skippern. Crews und Skipper finden zusammen beim Welcome Dinner am 16. September oder am Morgen danach beim Skippers Briefing.


Die Teilnahme an den Wettfahrten sollte von den Eingeladenen eher als Genuss angesehen werden und erst in zweiter Linie als sportliche Veranstaltung. Neben der Handelskammer engagieren sich vor allem die Marina di Pescara und der dort beheimatete Segelclub „La Scuffia“.

Die Region jedenfalls lässt sich die ausgefallene Marketingidee einiges kosten, sie übernimmt für die Teilnehmer die Transfers, Unterkunft und Verpflegung. Allein An- und Abreise müssen selbst bezahlt werden. Und das lässt sich eventuell noch recht preiswert regeln, denn der britische Billigflieger Ryanair steuert den Flughafen von Pescara regelmäßig an. Roms Flughäfen sind zweieinhalb Autostunden entfernt.

Die Region der Abruzzen steht für aktives Erleben, das Tourismusgeschäft hat jedoch 2009 durch das schwere Erdbeben in der in den Bergen gelegenen Hauptstadt L‘ Aquila einen nachhaltigen Knacks bekommen. So laufen jetzt Maßnahmen zur Belebung des Fremdenverkehrs an, und die Einladung „Sea to see“ zur Regatta im September liegt den beteiligten Stellen sehr am Herzen, erwartet man doch vom Yachttourismus für die Zukunft Impulse.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Ms. Pia Pohjolainen, Tel. 0039/085 4536243, E-Mail: pia.pohjolainen@pe.camcom.it
Ms. Sara Napoleone, Tel. 0039 085 65404, E-Mail: sara.napoleone@centroesteroabruzzo.it 

Der Zeitplan für den Besuch, nach gegenwärtigem Stand:
Freitag, 16. September:

Ankunft der Teilnehmer, Transfer zum Hotel oder Boot, Willkommens-Abendessen

Samstag, 17. September:

Morgens:
Training/Eingewöhnung und erste Wettfahrt

Später Nachmittag:

Besuch und Abendessen im Weingut Castello di Semivicoli
www.castellodisemivicoli.com


Sonntag, 18. September:

Morgens: Zweite Wettfahrt

Abends: Gala-Dinner


Montag, 19. September:

Abreise, Transfer zu den Flughäfen
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Themen: abruzzenItalien

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