Ostsee

Schlei für zwei Tage voll gesperrt

Für Bauarbeiten an den Stromleitungen bei Rabelsund wird das Gewässer dort am 14. und 15. Juli für jeden Bootsverkehr gesperrt

Andreas Fritsch am 23.06.2020
Schlei Schleimünde 2019 AFr_Bearb.-1601
YACHT/A. Fritsch

Yacht vor der Einfahrt in die Schlei

Die Nachricht, die erst am 18. Juni herausgegeben wurde, macht viele Hafenbetreiber und Firmeninhaber an der Schlei sprachlos: Mitten in der Sommerferiensaison, am 14. und 15. Juli, sperrt das Wasser- und Schifffahrtsamt von 11.00 bis 17.30 beziehungsweise 7.30 bis 17.30 Uhr laut einer Veröffentlichung in den "Nachrichten für Seefahrer" die Schlei komplett auf Höhe der Starkstromleitungen, die zwischen Rabelsund und Grauhöft das Gewässer queren. In den NfS steht noch für beide Tage Sperrung ab 7:30 Uhr, doch das WSA kündigte nach Protesten heute an, am ersten Tag den Starttermin auf 11 Uhr zu verlegen. Eine entsprechende NfS soll demnächst erscheinen.

Schlei

Die Stelle der Sperrung nahe Rabelsund am Unterlauf der Schlei liegt je nach Fahrtrichtung kurz vor (schleiaufwärts) oder hinter Kappeln

An den beiden Tagen sollen umfangreiche Arbeiten an den Leitungen durchgeführt werden. Sollte zu diesen Terminen zu starker Wind herrschen, wird bei Bedarf die Sperrung sogar bis auf den 16. Juli ausgedehnt. "Wir sind völlig überrascht worden und haben sofort versucht, eine Verschiebung der Arbeiten zu erreichen", so Hafenbetreiber Hauke Steckmest, dessen Marina und Scalar-Werft in Grauhöft liegt. Die Meldung mache in Skipper-Kreisen bereits die Runde, und wie das nun so mal ist mit dem Stille-Post-Effekt, hätten ihn schon Kunden angesprochen, die dachten, die Sperrung sei viel länger.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt meldete sich dann bei Hauke Steckmest und erklärte, dass eine kurzfristige Verschiebung der sehr aufwändigen Arbeiten leider nicht mehr möglich sei. Eigentlich sollte die Sperrung im März stattfinden, doch dann gab es technische Probleme – und dann kam Corona. Nun müssten die Leitungen mitten im Sommer ersetzt werden, da sonst Einsturzgefahr bestünde. Wer die besagte Stelle passieren will, muss also entweder früh aufbrechen und vor der Sperrung durch sein oder eben abends, nach 17.30 Uhr, fahren. Da damit zu rechnen ist, dass viele Skipper die Sperrung nicht vorab mitbekommen, werden die Sicherungsboote vor Ort wohl reichlich zu tun haben, um Crews zu stoppen und auf Häfen oder Ankerplätze umzuleiten.

Andreas Fritsch am 23.06.2020

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