Reise

Schären im Kopf

In den Stockholmer Schären unterwegs mit Dyas und Jollenkreuzer

Martin-Sebastian Kreplin am 11.05.2010

In den Schären

Fotostrecke: Schären im Kopf

Mit dem Trailerboot auf Reisen zu gehen birgt immer ein Risiko: Ein paar Tage schlechtes Wetter, und schon gibt es an Bord keinen gemütlichen, trockenen Platz mehr. Beim Törn vor der Haustür nicht weiter tragisch, 1000 Ki­lometer entfernt sieht das aber schon anders aus

„Hochsommer“, „keine Welle“ und „Skan­dinavienhoch“ sind daher die besten Revierbeschreibungen, um den geplanten Törn durch die ostschwedischen Schären in einem guten Licht dastehen zu lassen. Schließlich hat es beim ersten Besuch ja auch perfekt geklappt ( Siehe YACHT 19/2007).

So führt die Tour von Oxelösund über Trosa, durch den Dragetskanal, rund Öja immer weiter in Richtung Hauptstadt. Je näher man ihr kommt, desto urbaner wird es auch auf dem Wasser.

Vor allem am Wochenende. Ganz offenbar neigen die Schweden, trotz der Weite des Reviers, zur Grüppchenbildung. Mit der untergehenden Sonne noch eine perfekt geschütz­te Bucht suchen, dann die absolute Stille und einen sternenklaren genießen — so war Schweden nach der letzten Reise in Erinnerung geblieben. Es geht doch.

In Sandhamn bekommt man dann noch ein paar Insderinfos für die besten Buchten vor Stockholm gesteckt, denn auch wenn die Ausflugsdampfer nur etwas mehr als zwei Stunden bis in die Hauptstadt brauchen: Wer sich treiben lässt, kann auf derselben Strecke gut und gern eine Woche verbummeln.

Zum Beispiel mit einem Stopp in Krokholm. Oder im Hafen von Grinda. Dessen Steganlage liegt zwar bei kräftigem Westwind absolut ungeschützt, und der Platz ist entsprechend unruhig. Aber der Weg vom Boot in ein ausgezeichnetes Sterne-Restaurant dürfte der kürzeste im weiten Umkreis sein — es liegt auf einer kleinen Anhöhe in Sichtweite vom Hafen. Dorthin kommt die Kundschaft auch schon einmal mit dem Hub­schrauber.

Und dann ist man auf einmal mittendrin in der Hauptstadt. Direkt neben dem Stadthafen beginnt Gröna Lund, der Freizeit­park Stockholms. Dessen Kettenkarussell ist so nah am Ufer gebaut, dass die Fahrgäste immer wieder frei über dem Wasser fliegen. In der Dämmerung ein fantastischer Anblick. Und da der Park schon um 22 Uhr schließt, schlafen Gäste zwischen Vasa-Museum und Kettenkarussell auch überraschend ruhig, obwohl der Hafen unmittelbar an die Innenstadt angrenzt. Besser geht es nicht. Zumal jetzt ja ohnehin erst einmal neue Seekarten besorgt werden müssen. Für den nächsten Schären-Törn.

Martin-Sebastian Kreplin am 11.05.2010

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