IJsselmeer
Neues Regattaformat in Holland: 75 Meilen gegen die Uhr

Ein vorgegebener Kurs um bestehende Tonnen, eine Website, eine App als Tracker und ein Jahr Zeit für das beste Wetterfenster: Fertig sind die 75 Mijls

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 01.03.2018
Bewährt bei diversen Regatten auf dem IJsselmeer: Die Dehler 31 Bewährt bei diversen Regatten auf dem IJsselmeer: Die Dehler 31 Bewährt bei diversen Regatten auf dem IJsselmeer: Die Dehler 31

YACHT/B. Scheurer Bewährt bei diversen Regatten auf dem IJsselmeer: Die Dehler 31

„Wir wollten ein Rennen auf die Beine stellen, das einerseits eine Herausforderung und zugleich auch für jedermann leicht zugänglich ist. Und das man fahren kann, wenn man Zeit und Lust und Crew hat", berichtet Otto le Grand. Er hatte die Idee zu der Regatta zusammen mit Berry Dijkhuizen. Beide sind von Kindesbeinen an Regattasegler. Was liegt da näher, als selbst ein neues Format zu ersinnen?

Organisation Die Bahn für die 75 Meilen IJsselmeer ist kniffelig

Damit das Ganze simpel bleibt, wird nach überschaubaren Handicaps gesegelt. Es gibt eine ORC-Klasse, eine nach Wasserlinienlänge, eine nach Texelrating für Multihulls, und auch die in den Niederlanden weit verbreiteten Plattbodenschiffe haben ihre eigene Vermessung. Und das war's. Dabei zählt allein die Durchschnittsgeschwindigkeit, abgeleitet aus der berechneten Zeit. „Dann ist es egal, wenn zum Beispiel im Jahresverlauf mal eine Tonne etwas verlegt wird", so le Grand. Wer über die Strecke das meiste aus seinem Boot rausholt, wird vorn stehen. Dabei gibt es Wertungen für Single- und Doublehanded sowie natürlich für Yachten mit kompletter Crew. Auch eine Line-Honors-Wertung für die kürzeste gesegelte Zeit ist geplant.

Natürlich spielt das Wetter eine erhebliche Rolle. Wer den Tag mit den richtigen Winddrehern erwischt, kann die ganze Runde ohne Kreuz absolvieren. Nach der Anmeldung hat man ein Jahr Zeit zu starten. Die mögliche Pause von mindestens sieben Stunden darf dabei als taktisches Element genutzt werden. Trotz Tracker auf dem Smartphone vertrauen die Organisatoren auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer: „Wir haben natürlich nicht die Möglichkeit zu erkennen, ob etwa ein Motor mitläuft. Aber Leute, die das täten, passen auch nicht zur Idee der Regatta", ist sich le Grand sicher.

Mittlerweile haben die beiden Macher noch eine kleine Schwester der 75 Meilen erdacht: die 30 Meilen vom Markermeer. Die Regeln sind die gleichen, nur dass es keine Pause gibt.

Organisation Lässt sich bei der richtigen Windrichtung durchaus ohne Kreuz bewältigen: die Bahn der 30 Mijls Markermeer

Durch die unkomplizierten Vorgaben steht die Regatta auch Chartercrews offen. Wer seinen Urlaub also ein wenig sportlich aufpeppen will, kann sich eine der Runden dafür aussuchen.

Weitere Informationen auf der Website der Veranstaltung. Die Einschreibung öffnet heute, am 1. März 2018.


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